Die neueste Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft sorgt für politischen Sprengstoff. Auf die Frage, welche Partei die besten Ideen und Konzepte für Österreich habe, liegt die FPÖ klar an erster Stelle. 31 Prozent der Befragten nennen die Freiheitlichen.
Einheitspartei genießt kaum noch Vertrauen
Dahinter folgt mit deutlichem Abstand die SPÖ mit neun Prozent, die ÖVP kommt lediglich auf acht Prozent. Die Neos erreichen sieben Prozent, die Grünen sechs Prozent, die KPÖ drei Prozent. Besonders brisant ist auch, dass 36 Prozent der Befragten sagen, keine der genannten Parteien habe überzeugende Zukunftskonzepte.
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Weitere InformationenDie Freiheitlichen sind klare Nummer eins
Mit 31 Prozent liegt die FPÖ nicht nur vor allen Mitbewerbern, sondern mehr als dreimal so hoch wie die SPÖ und fast viermal so hoch wie die ÖVP. Während sich die Regierungsparteien gegenseitig blockieren und in Detailfragen verlieren, wird ausgerechnet der größten Oppositionspartei die höchste Zukunftskompetenz zugetraut. Die Umfrage misst nicht die aktuelle Wahlabsicht, sondern die Zuschreibung inhaltlicher Stärke. Es geht also um die Frage, wem man Lösungen zutraut. Wenn man sich aktuelle Umfragen zum Wahlverhalten der Bevölkerung ansieht, liegt die FPÖ sogar über der 35 Prozent-Marke.
Alarmierendes Signal für die Regierung
Mindestens ebenso aufschlussreich wie die 31 Prozent für die FPÖ sind die 36 Prozent, die keiner Partei tragfähige Konzepte zutrauen. Mehr als ein Drittel der Befragten sieht offenbar in der gesamten politischen Landschaft keine überzeugende Zukunftsstrategie. Das ist ein massiver Vertrauensverlust in das Establishment. Dieses Ergebnis ist Ausdruck einer tiefen Unzufriedenheit mit der etablierten Politik in Österreich. Die Regierung wirkt seit Monaten zerstritten, große Reformprojekte bleiben aus, zentrale Probleme werden verwaltet statt gelöst. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wächst jedoch der Wunsch nach klaren Konzepten und politischer Führung.
Kompetenzfrage als Stimmungstest
Die sogenannte Kompetenzfrage ist politisch oft aussagekräftiger als die klassische Sonntagsfrage. Sie zeigt, wem man zutraut, Verantwortung zu übernehmen und das Land strategisch zu führen. Dass hier die FPÖ klar vorne liegt, deutet auf eine Verschiebung im politischen Selbstverständnis vieler Wähler hin. Die Freiheitlichen profitieren von einer konsistenten Linie in Fragen wie Migration, nationaler Souveränität und sozialer Entlastung für heimische Familien. Während andere Parteien ihre Positionen immer wieder anpassen oder relativieren, setzen sie auf klare Botschaften.
