Syrer

Jedes Jahr werden tausende Syrer eingebürgert, die FPÖ hat deshalb eine klare Forderung: Wer einmal Asylant war, soll niemals die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten können.

14. Feber 2026 / 07:58 Uhr

Syrer-Einbürgerungen explodieren: Von 83 auf 2.241 in zehn Jahren!

Österreich erlebt seit einigen Jahren einen dramatischen Anstieg bei den Einbürgerungen von Syrern: Während 2013 nur 83 Syrer eingebürgert wurden, waren es 2024 bereits 2.241, also mehr als das 25-Fache!

Immer mehr Syrer können sich einbürgern lassen

​Das Drama hatte mit der Flüchtlingskrise 2015 seinen Lauf genommen: Mit 88.340 Asylanträgen wurde ein historischer Höchststand erreicht, rund 14.400 Personen erhielten Asyl – viele davon aus Syrien. In den Folgejahren stiegen die positiven Asylbescheide für Syrer massiv an: 2016 wurden 15.528 Syrer als “schutzberechtigt” anerkannt, 2017 kamen weitere 11.827 hinzu. Diese Kohorten erreichen nun nach und nach die Zehn-Jahres-Marke, ab der ein Antrag auf die Staatsbürgerschaft überhaupt möglich ist.

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Knapp jede fünfte Einbürgerung geht an Syrer

Die Wirkung dieser früheren Asylentscheidungen spiegelt sich zeitverzögert in der Einbürgerungsstatistik. 2013 wurden 83 Syrer eingebürgert, 2015 waren es 79 – Einzelfälle im Vergleich zu heute. Erst ab 2021 setzt eine deutliche Trendwende ein: In diesem Jahr erhielten 543 Syrer die österreichische Staatsbürgerschaft, 2022 waren es 1.165, 2023 bereits 1.866. 2024 erreicht die Kurve einen vorläufigen Höchststand mit 2.241 Einbürgerungen, 2025 (Jänner bis September) kommen noch einmal 2.080 hinzu – fast jede fünfte Einbürgerung geht in diesem Zeitraum an syrische Staatsangehörige.

Afghanen, Iraker, Türken und Bosnier folgen Syrern

Mit diesen Zahlen haben sich Syrer zur wichtigsten Einzelgruppe bei den Inlandseinbürgerungen entwickelt. 2024 standen sie an der Spitze der Herkunftsländer, gefolgt von Afghanistan, Iran, Türkei und Bosnien-Herzegowina. Die Statistik zeigt gleichzeitig eine geografische Verschiebung: Asien (ohne Türkei und Zypern) überholt erstmals die europäischen Drittstaaten als wichtigste Herkunftsregion neuer Staatsbürger.

FPÖ: Keine Staatsbürgerschaft für Asylanten

Der Anstieg der syrischen Einbürgerungen verschärft die politische Auseinandersetzung über den Zugang zur Staatsbürgerschaft. Die FPÖ reagierte mit der Forderung, die Einbürgerungsfrist von derzeit zehn auf 15 Jahre zu verlängern – und seit 2026 damit, überhaupt keine Staatsbürgerschaft mehr an Asylanten zu vergeben. Die Verlierer-Ampel verweist hingegen auf die bereits heute angeblich strengen Kriterien: ein gesichertes Einkommen, ausreichende Deutschkenntnisse, Unbescholtenheit und eine umfassende Sicherheitsprüfung.

​Syrer der ersten Asylantenwelle werden “Österreicher”

Mit 2026 erreichen nun jene Syrer die Zehn-Jahres-Marke, die 2015 Asyl erhalten haben; zwischen 2026 und 2028 folgen die großen Asyljahrgänge 2016 und 2017. Fachleute rechnen daher mit weiteren Anstiegen bei den Einbürgerungen von Syrern – und in geringerem Ausmaß auch von Afghanen. Nach dem Tiefpunkt von 6.135 Einbürgerungen im Jahr 2010 haben sich die Inlandseinbürgerungen bis 2024 mehr als verdoppelt, und ein immer größerer Teil dieser neuen Österreicher stammt aus Syrien.

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