Herbert Kickl

Weil die ÖVP null Interesse an einer Veränderung gehabt habe, sei es nicht zur Koalition gekommen, sagte Kickl im Interview auf AUSTRIA FIRST.

12. Feber 2026 / 14:48 Uhr

Kickl: „Absage an Koalition mit ÖVP vor einem Jahr war goldrichtig“

FPÖ-Chef Herbert Kickl hatte vor genau einem Jahr, am 12. Februar 2025 zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr – und nach 37 Tagen Verhandlungen mit der ÖVP -, den Regierungsauftrag zurückgelegt. Im Studio des Internet-Radios AUSTRIA FIRST sprach er offen über die Hintergründe, warum er diese “Entscheidung für das Volk” getroffen hat.

ÖVP hatte null Interesse an Veränderung

Die ÖVP habe gedacht, so Kickl, dass er alles machen würde, wenn man ihm die „Kanzler-Karotte“ hinhängt. Doch da habe sich die ÖVP getäuscht: „Mit mir ist das nicht zu machen“. Der Wählerauftrag sei eindeutig gewesen, nämlich Veränderung. Und zwar in vielen Themenbereichen wie Migration, dem Umgang mit der EU, Neutralität oder Wirtschaft. Er habe jeden Tag gemerkt, dass die ÖVP null Interesse an einer solchen Veränderung gehabt habe. 

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Verlierer-Ampel verlängert Leiden der Bevölkerung

Die Auswirkungen seien heute spürbar. Österreich befinde sich unter der Verlierer-Ampel in einem Flächenbrand. Das Budget stimme hinten und vorne nicht. Die „Brandbekämpfer-Truppe“ sei vollkommen überfordert, es gebe keine Führung und keinen Plan. So werde nur das Leiden der Bevölkerung verlängert, sagte Kickl. 

Wir verlieren wertvolle Zeit

Nachdem er den Regierungsauftrag zurückgelegt hatte, habe er Bundespräsident Alexander Van der Bellen vorgeschlagen, die Wähler nochmals zu befragen. Das wäre aber nicht gewollt gewesen – und deshalb gehe die Talfahrt weiter, „und wir verlieren wertvolle Zeit“.

Goldrichtige Entscheidung

Die Entscheidung, nicht in eine Koalition mit der ÖVP zu gehen, sei goldrichtig gewesen, „davon bin ich auch heute zu 100 Prozent überzeugt, und ich würde diese Entscheidung wieder treffen“.

“Bin mir selbst treu geblieben”

In einem Gespräch mit Van der Bellen habe dieser ihn gefragt, „wie es mir jetzt mit dieser Regierung geht“. Er habe geantwortet, dass es ihm deshalb gut gehe, weil er sich selbst treu geblieben sei. Man sehe jetzt ja, dass mit faulen Kompromissen die Situation der Bevölkerung nicht verbessert werden könne. 

Schulterschluss mit den Menschen

Die große Lehre aus den Verhandlungen mit der ÖVP sei, dass es in Österreich klare Verhältnisse braucht. Eine starke freiheitliche Partei mit ihrem Programm würde den Nerv der Menschen treffen, und die FPÖ könnte dann mit der Bevölkerung einen Schulterschluss schließen, um wirkliche Veränderungen herbeizuführen. 

Das ganze Interview mit FPÖ-Chef Herbert Kickl können Sie auf AUSTRIA FIRST Nachhören. 

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