Angela Merkel steht wie keine Zweite für den Linksruck der CDU. Nun mehren sich die Gerüchte, dass sie als Bundespräsidentin ein Comeback feiern könnte.

12. Feber 2026 / 12:14 Uhr

Mit Hilfe der Grünen: Altkanzlerin Merkel könnte Bundespräsidentin werden

Angela Merkel (CDU) hat 16 Jahre lang Deutschland regiert und tiefe Spuren hinterlassen. Man denke an die Grenzöffnung 2015 oder die Energiewende; beides im Sinne der Grünen. Nun macht in der Union ein Gerücht die Runde, das alte Machtfragen neu entfacht und die Parteiführung in Unruhe versetzt.

Spannungen zwischen Merz und Merkel

Wie sowohl der Tagesspiegel als auch t-online berichten, wird hinter den Kulissen über eine mögliche Rückkehr der früheren Kanzlerin spekuliert; jedoch nicht an die Spitze der Regierung, sondern als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten. Die Grünen könnten Merkel gezielt als Bewerberin für das höchste Staatsamt vorschlagen. Der Hintergrund ist für jeden politisch interessierten Bürger offenkundig: Merkel gilt bis heute als anschlussfähig für grüne und linksliberale Milieus. In der Union wird befürchtet, dass ausgerechnet die Grünen einen entsprechenden Vorstoß wagen könnten. Für CDU-Chef Friedrich Merz wäre das politisch heikel. Zwischen Merz und Angela Merkel besteht seit Jahren ein gespanntes Verhältnis. Merkel hatte Merz 2002 parteiintern entmachtet und aus dem Fraktionsvorsitz gedrängt. Später profilierte er sich als einer ihrer schärfsten Kritiker. Gleichzeitig verbindet beide das CDU-Parteibuch; ein offener Bruch wäre also politisch schwierig.

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Offiziell winkt Merkel noch ab

Und genau da liegt das Problem. Würden die Grünen Merkel offiziell nominieren, stünde Merz unter Druck. Ein Nein zur Kandidatin aus den eigenen Reihen wäre politisch riskant, Zustimmung gegen den eigenen Willen ebenfalls. In der CDU-Spitze wird die Lage aufmerksam beobachtet, denn Merkel könnte fraktionsübergreifend Stimmen sammeln. Zudem wird in der CDU registriert, dass Merkel ihre öffentliche Präsenz zuletzt deutlich verstärkt hat. Auch ihre angekündigte Teilnahme am CDU-Bundesparteitag ab 20. Februar wird innerhalb der Partei als Signal gewertet. Merkel selbst ließ über eine Sprecherin ausrichten, Behauptungen, sie werde Bundespräsidentin, seien “abwegig”. Aber darauf darf man nicht viel geben, denn sie hatte “Multikulti” auch einmal als “gescheitert” bezeichnet und Deutschland dann wie niemand jemals vor ihr “multikulturalisiert”. Ob sie oder jemand anders das Amt übernimmt, werden die Bürger spätestens im Februar 2027 erfahren.

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