SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf war Dienstagabend zu Gast in der mit GEZ-Geldern zwangsfinanzierten ZDF-Sendung “Markus Lanz”. Obwohl die Mainstream-Medien der SPD eigentlich eher wohlgesonnen sind, schaffte es Klüssendorf trotzdem, sich zu blamieren.
Sozialausgaben: Drittel oder Hälfte wovon?
Wie die Berliner Zeitung berichtet, war das Ganze anscheinend sogar so schlimm, dass Moderator Lanz sich über den Sozialdemokraten ärgerte. Lanz mag zwar ein Journalist der GEZ-Medien sein, aber es wird immer wieder deutlich, dass es ihm sauer aufstößt, wenn er Altparteien-Politikern gegenübersitzt, die von den einfachsten Dingen keine Ahnung haben.
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Weitere InformationenAls Lanz den SPD-Generalsekretär etwa fragte, wie viel die BRD für Soziales ausgibt, antwortete Klüssendorf erstmal selbstsicher “Ja, weiß ich” und korrigierte sich dann mit den Worten: “Nee, sorry, ein Drittel – die Hälfte ungefähr.” Würde ein SPD-Lokalpolitiker aus einem 200-Seelen-Dorf die Antwort nicht wissen, wäre das wohl nicht weiter schlimm. Aber dass ein Generalsekretär von diesen Dingen keine Ahnung hat, lässt tief blicken. In der SPD gehört ein Generalsekretär zum Führungskern der Partei. Er steht im Rang unmittelbar unter den Parteivorsitzenden (aktuell Lars Klingbeil und Bärbel Bas) und deren Stellvertretern.
Kein Plan vom BIP
Um das Gespräch mit besagtem Generalsekretär am Laufen zu halten, bohrte Lanz weiter nach. Er wollte schließlich schon wissen, wie viel vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) die Ausgaben für Soziales einnehmen. “Das BIP ist eins Komma irgendwas”, schätzte der SPD-Politiker, wobei er nicht sagte, ob er Millionen oder Milliarden meinte. Dann räumte er ein: “Ich kann es jetzt nicht in Zahlen beziffern”. Lanz nannte dann die Summe des BIP: 1,3 Billionen Euro. Die Frage nach den jährlichen Zuschüssen an die Krankenkassen beantwortete Klüssendorf mit “Weiß ich nicht”. Als Lanz nachhalf und erklärte, es seien “über 13 Milliarden Euro”, meinte der Generalsekretär: “Ach so, ja klar, sorry.”
Lanz kritisierte ihn daraufhin mit den Worten: “Man muss doch wissen, wovon man redet”. Besonders wenn man als SPD-Politiker in eine Sendung kommt, um über das neue SPD-Grundsatzprogamm zu reden und die CDU für deren Wirtschaftspolitik (an der man als SPD selbst beteiligt ist) zu kritisieren.
