Die Affäre rund um die Bestellung des Epstein-Freundes Peter Mandelson zum Botschafter in den USA bringt den britischen Premierminister Keir Starmer immer mehr unter Druck.

11. Feber 2026 / 07:56 Uhr

Schottische Labour-Partei distanziert sich von Briten-Premier Starmer

Die schottische Labour-Partei hat sich von der englischen Labour-Partei distanziert und fordert den Rücktritt von Premierminister Keir Starmer. Auslöser der Trennung ist die Affäre um Peter Mandelson, einem Freund des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, den Starmer zum Botschafter in Washington gemacht hatte. 

Vertrauen verloren

Der Vorsitzende der schottischen Labour-Partei, Anas Sarwar, erklärte nach Angaben von Politico, er werde keinen Premierminister unterstützen oder verteidigen, „in den ich das Vertrauen verloren habe“. Sarwar sagte außerdem, die Ernennung Mandelsons zum Botschafter in den USA sei kein Einzelfall, und es gebe derzeit viele Personen mit Verbindungen zu Epstein in Machtpositionen in Großbritannien. Wörtlich sagte Sarwar am Montag auf einer Pressekonferenz:

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Diese Ablenkung muss ein Ende haben. Und die Führung in Downing Street muss sich ändern.

Chance auf Rücktritt 50:50 

Damit wird es für den britischen Premierminister, der wie alle anderen, die aufgrund der „Epstein Files“ unter Druck geraten sind (Jack Lang in Frankreich, Thorbjørn Jagland in Norwegen), den Sozialisten angehört, immer enger. Wie berichtet, rechnet Bloomberg mit einer 50:50-Chance, dass Starmer die Affäre überleben kann. Sein Kabinettschef Morgan McSweeney hat bereits den Hut genommen. 

Schwache Ausrede

Im Mittelpunkt der Affäre steht die Frage, warum Starmer den Partei-Veteranen Mandelson zum britischen US-Botschafter ernannte, obwohl dessen enge Verbindungen zu Epstein bekannt waren? Auch wenn Starmer jetzt behauptet, Mandelson hätte ihn und andere in die Irre geleitet, gilt dies als schwache Ausrede. Dass Mandelson den Kontakt mit Epstein auch nach dessen Verurteilung wegen der erzwungenen Prostitution einer Minderjährigen aufrechterhalten hatte, war der Regierung vor dessen Berufung zum Botschafter ja bekannt.

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