Seit Monaten warnt die FPÖ vor Sicherheitsproblemen rund um das Asylheim Görtschach in Ferlach (Bezirk Klagenfurt Land in Kärnten). Nun wurde eine von 1.571 Bürgern unterstützte Petition offiziell von Stadtrat Dominic Keuschnig an den Landtag übergeben.
Langjährige Kritik an Zuständen in Görtschach
Die Forderung nach einer Schließung des Asylheimes Görtschach kommt nicht überraschend. Bereits seit längerer Zeit weist die FPÖ, insbesondere auf kommunaler Ebene in Ferlach, auf aus ihrer Sicht unhaltbare Zustände hin. Gewaltvorfälle, Vermüllung und ein wachsendes Unsicherheitsgefühl hätten das Zusammenleben im eigentlich ruhigen Rosental spürbar verändert. Stadtrat Keuschnig positionierte sich dabei früh klar gegen den Weiterbetrieb der Einrichtung und forderte wiederholt politische Konsequenzen von Bund und Land.
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Weitere InformationenSchwere Vorfälle verstärken die Verunsicherung
Wie unzensuriert berichtete, sorgte besonders ein Vorfall am Bahnhof Weizelsdorf zuletzt für Aufsehen. Dort wurde ein Busfahrer auf der Strecke zwischen Ferlach und Klagenfurt von mehreren Asylwerbern attackiert und gewürgt. Der Angriff auf den 39-jährigen Familienvater gilt für viele Bürger als Wendepunkt. In der Bevölkerung wuchs der Eindruck, dass es sich nicht mehr um vereinzelte Vorfälle handelt, sondern um ein strukturelles Sicherheitsproblem. Bereits im Frühjahr hatte Keuschnig nach dem tödlichen Messerangriff eines asylberechtigten Syrers in Villach, bei dem ein 14-jähriger Schüler getötet worden war, öffentlich erklärt, es sei eine rote Linie überschritten worden. Auch damals forderte er, die Betreuungseinrichtung in Görtschach endlich zu schließen.
Petition als Antwort auf politische Untätigkeit
Nachdem aus Sicht der Initiatoren weder auf Landes- noch auf Bundesebene konkrete Maßnahmen gesetzt worden sind, startete Keuschnig gemeinsam mit der FPÖ Kärnten eine Online-Petition. Unterstützt wurde die Aktion auch von Landesparteichef Erwin Angerer. Ziel war es, den Unmut der Bevölkerung sichtbar zu machen und dem Vorwurf entgegenzutreten, es handle sich nur um vereinzelte Stimmen oder parteipolitische Stimmungsmacherei. Innerhalb kurzer Zeit kamen 1.571 Unterschriften zusammen – ein Wert, den die Initiatoren als klaren Ausdruck eines breiten Bürgeranliegens interpretieren.
Übergabe an Landtag und politischer Appell
Am vergangenen Donnerstag wurde die Petition schließlich offiziell an Landtagspräsident Andreas Scherwitzel übergeben. Neben Keuschnig nahmen auch seine Gemeinderatskollegen Mario Strugger und Daniel Dovjak an der Übergabe teil. Wie Keuschnig verkündet, wertet er die Anzahl der Unterschriften als deutliches Signal und fordert insbesondere SPÖ und ÖVP auf Landesebene auf, den Bürgerwillen ernst zu nehmen. Auch wenn die Petition rechtlich nicht bindend ist, soll sie politischen Druck erzeugen und eine inhaltliche Auseinandersetzung erzwingen. Für die Initiatoren steht fest: Die Diskussion um das Asylheim Görtschach ist längst keine Randdebatte mehr, sondern ein zentrales Sicherheitsanliegen der Stadt Ferlach.
