Die „Epstein Files“ haben die wahre Moral von Spitzenpolitikern unter den Sozialdemokraten ans Licht gebracht. Nun könnten sie den prominentesten unter ihnen, den britischen Premierminister Keir Starmer, zu Fall bringen.
Quellen aus der Labour-Partei
So berichtete Bloomberg, dass Starmers Amtszeit nach dem Rücktritt seines Stabschefs Morgan McSweeney – er hatte eigenen Angaben zufolge Starmer dazu geraten, Peter Mandelsohn, einen Freund Epsteins, als Botschafter in Washington zu ernennen – „am Abgrund“ stehe. Bloomberg beruft sich dabei auf Quellen in der Labour-Partei, die von einer 50:50-Chance sprechen.
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Weitere InformationenSondersitzung im Europarat
Bei den europäischen Sozialisten überschlagen sich seit der Veröffentlichung der Epstein-E-Mails die Ereignisse. Wie berichtet, haben die europäischen Konservativen sowie die Patrioten in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats eine Sondersitzung und eine Untersuchung beantragt, nachdem bekanntgeworden ist, dass ihr früherer Generalsekretär, Thorbjørn Jagland, der Mitglied der sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Norwegen ist, weitreichende Kontakte zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte.
Ermittlungen in Norwegen
Am Donnerstag, 5. Februar, gab die norwegische Behörde für die Untersuchung und Verfolgung von Wirtschafts- und Umweltkriminalität (Økokrim) bekannt, dass auf Grundlage der sogenannten „Epstein-Files“ ein Ermittlungsverfahren gegen Thorbjørn Jagland wegen des Verdachts der schweren Korruption eingeleitet wurde. Jagland steht im Verdacht der passiven Bestechung gemäß § 387 Absatz 1 Buchstabe a des norwegischen Strafgesetzbuches. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass die Vorteile, die er möglicherweise erhalten hat, von solcher Art waren, dass sie eine schwere Korruption im Sinne des § 388 des norwegischen Strafgesetzbuches darstellen. Insbesondere wird auf § 388 Buchstabe a verwiesen, wonach Herr Jagland als gewählter Generalsekretär des Europarates das besondere Vertrauen, das mit seiner Position verbunden ist, verletzt hätte, sofern er Bestechungsgelder angenommen hat. Von Norwegen kommt auch der Vorschlag an den Europarat, die Immunität von Jagland aufzuheben.
Rücktritt in Frankreich
Auch in Frankreich musste ein prominenter Sozialist wegen seiner Kontakte zu Epstein den Hut nehmen. Wie berichtet, hat der frühere französische Kulturminister Jack Lang, seit 1977 Mitglied der französischen Parti socialiste (PS), seinen Rücktritt als Leiter eines renommierten Kulturinstituts in Paris eingereicht. Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung.
WELT-Herausgeber fassungslos
Besonders fassungslos über die Verbindungen der sozialistischen Eliten zu Epstein zeigte sich WELT-Herausgeber Ulf Poschardt. In einem Interview, das die FPÖ auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte, sagte er, dass er sich diesen Kindesmissbrauch des Sexualstraftäters Epstein und vermutlich auch dessen Freunde gar nicht vorstellen könne, die für ihn als Vater das schlimmste aller schlimmen Verbrechen sei. Die sexuelle Gewalt gegen Kinder habe viele Wurzeln – man müsse das alles aufklären, „egal wie reich die Leute sind, egal wie mächtig sie sind oder waren, egal ob sie in einem Königshaus sind“.
