US-Präsident Donald Trump führt den Kulturkampf an Universitäten.

USA

9. Feber 2026 / 15:45 Uhr

Zu links: Trump dreht Harvard-Universität Geldhahn zu

Die jahrzehntelange Nähe zwischen den linken US‑Regierungen, dem Militär und der Harvard-Universität ist Geschichte. Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte an, sämtliche akademischen Kooperationen des Pentagon mit der Elite-Universität auslaufen zu lassen.

Geldhahn zugedreht

Ab dem Studienjahr 2026/27 sollen weder militärische Graduiertenprogramme noch Stipendien oder Zertifikatslehrgänge für aktive Soldaten in Harvard neu aufgelegt werden.

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Bereits eingeschriebene Offiziere dürfen ihre Ausbildung noch beenden, neue Jahrgänge wird es nicht mehr geben.

Vertrauensverlust in Elite-Universität

Hegseth begründet den Schritt mit einem fundamentalen Vertrauensverlust. Harvard erfülle „nicht mehr die Bedürfnisse des Verteidigungsministeriums und der Streitkräfte“, erklärte er.

Zu weit links

Zu lange habe man Top-Offiziere dorthin geschickt, in der Erwartung, die Universität werde die militärische Realität besser verstehen. Stattdessen kehrten, so Hegseth, zu viele mit „globalistischen und radikalen“ Überzeugungen zurück, die mit den Anforderungen an den Dienst in den Streitkräften unvereinbar seien.

Auf der Plattform X legte er nach: Harvard stehe inzwischen für eine „woke“ Haltung – im Gegensatz zu seinem Ministerium.

Rückendeckung von Trump

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Präsident Donald Trump den Konflikt mit Harvard bewusst zuspitzt. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, seine Regierung verlange von der Universität eine Entschädigung in Höhe von einer Milliarde Dollar. Der Vorwurf: „massiver Antisemitismus“ und „schweres Fehlverhalten“.

Trump spricht von einem strafrechtlich relevanten Sachverhalt, konkrete Belege für strafbare Handlungen legte er bisher noch nicht vor. Universitätspräsident Alan Garber machte er persönlich für den Umgang mit dem Konflikt verantwortlich.

Forschungsgelder eingeklagt

Bereits zuvor hatte das Weiße Haus versucht, Harvard finanziell unter Druck zu setzen. Nach Untersuchungen zu Programmen für Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion sowie Vorwürfen antisemitischer Vorfälle ließ die Regierung Bundesmittel in Milliardenhöhe einfrieren und stellte sich gegen die Aufnahme bestimmter ausländischer Studenten.

Harvard klagte – mit Erfolg. Ein Bundesgericht entschied, die Zurückhaltung von Forschungsgeldern in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar verstoße gegen den Ersten Verfassungszusatz, da die Maßnahmen als politische Vergeltung zu werten seien. Die Regierung hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Schlagabtausch mit Trump

Der Konflikt ist längst über Harvard hinausgewachsen. Trump wirft der Universität vor, zu einer Brutstätte „radikaler linker Ideologie“ geworden zu sein, in der Studenten nicht lernen, selbstständig zu urteilen, sondern indoktriniert würden.

Harvard weist die Anschuldigungen zurück und spricht von unzulässiger politischer Einflussnahme.

Kampf um die Deutungshoheit

Die Schritte der Regierung – vom Einfrieren von Forschungsgeldern bis zum Druck in Visafragen – seien der Versuch, eine Hochschule auf ideologische Linie zu bringen. Bedeutet in Trumps Augen: Weg von der bereits linksextremen Einstellung wieder hin zu einer ausgewogenen Haltung.

In den bisherigen Gerichtsverfahren hat sich jedoch die linke Universität durchgesetzt; weitere Instanzen stehen jedoch noch aus. Denn Trump will nicht aufgeben.

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