Meinl-Reisinger und Selenskyj

Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hatte für ihre angeblichen Verdienste um die Ukraine einen hohen Orden von Präsident Wolodymyr Selenskyj erhalten – unter obskuren Umständen.

9. Feber 2026 / 17:13 Uhr

“Was hat man zu verbergen?”: FPÖ will Meinl-Reisingers Ukraine-Auszeichnung beleuchten

Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger wurde mit dem ukrainischen Verdienstorden ausgezeichnet – und schweigt bisher beharrlich zu der hohen Ehrung des Kriegslandes. Das will man in der FPÖ nicht mehr weiter hinnehmen.

Fragwürdige Umstände

Schon die Umstände der Verleihung waren fragwürdig, denn dass Meinl-Reisinger den Verdienstorden II. Klasse für ihre vermeintlichen Verdienste um das Land erhalten hat, machte die österreichische Botschaft in Kiew erst deutlich später publik. Die Öffentlichkeit habe aber ein Recht auf Aufklärung in dieser Causa, meinte die freiheitliche Außenpolitik- und EU-Sprecherin Susanne Fürst. Sie fragt sich: “Was hat man also zu verbergen?”

Unzensuriert Radio-Empfehlung:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Orden als Dankeschön für Geldgeschenke?

Fürst will für Aufklärung sorgen: mit parlamentarischen Anfragen an Meinl-Reisinger selbst und an ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker. Damit soll aufgeklärt werden, warum die Auszeichnung geheimgehalten wurde und warum sich die Neos-Chefin bis heute nicht öffentlich dazu äußert. Auch, “ob der Orden als politisches ‘Dankeschön’ für Millionenzahlungen Österreichs an die Ukraine zu werten” sei und welche Rolle Bundespräsident Alexander Van der Bellen dabei möglicherweise gespielt hat, wollen die Freiheitlichen in Erfahrung bringen. Denn auch die Frage, ob und in welcher Form das Staatsoberhaupt die Ordens-Annahme genehmigt oder abgesegnet habe, sei von zentraler Bedeutung, argumentierte Fürst.

Mehr als schaler Beigeschmack

Für Fürst ist die Außenministerin längst rücktrittsreif. Die Österreicher hätten ein Recht darauf, zu erfahren, ob Neutralität, Amtsverständnis und staatliche Interessen zugunsten geopolitischer Loyalitäten geopfert wurden. Ihre Kritik:

Gleichzeitig fließen nämlich weiterhin Millionenbeträge an Steuergeldern in Richtung Ukraine. Ein Umstand, der der Ordensverleihung einen mehr als schalen Beigeschmack verleiht.

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

9.

Feb

17:22 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:

Klicken um das Video zu laden.