Peter Westenthaler und Christian Hafenecker

ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler (links) und FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker warteten in ihrer Pressekonferenz mit einer Reihe von ORF-Schmankerln auf.

9. Feber 2026 / 14:09 Uhr

Rechnungshof-Prüfung soll im ORF endlich „Licht ins Dunkel“ bringen

Unverschämte Gagen, Luxusprojekte und Gesinnungs-Journalismus gehören laut FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker zu den großen Baustellen im ORF. Er freue sich daher, dass der Rechnungshof nun von sich aus die Bücher am Küniglberg anschaut. ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler erwartet sich von der Prüfung endlich „Licht ins Dunkel“ beim Staatssender. 

Manager räumen sich die Taschen voll

Hafenecker und Westenthaler präsentierten heute, Montag, in einer gemeinsamen Pressekonferenz im FPÖ-Medienzentrum in Wien „unfassbare Dinge, die derzeit im ORF passieren“. Besonders im Fokus: die exorbitanten Gehälter. So würde Pius Strobl, der den Grünen zugerechnet wird, laut Westenthaler 500.000 Euro im Jahr verdienen, mehr als Generaldirektor Roland Weißmann. In diesem „Privilegienstadl“ gebe es 74 Mitarbeiter, die mehr als 170.000 Euro im Jahr abkassieren, das Durchschnittsgehalt für die Mitarbeiter betrage 100.000 Euro, während das Durchschnittsgehalt der Österreicher bei 40.000 Euro im Jahr liege. „Manager räumen sich die Taschen voll, während zum Beispiel Kameraleute mit Almosen abgespeist werden“, kritisierte Hafenecker.

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Portier-Loge um acht Millionen Euro

Der FPÖ-Mediensprecher nannte aber auch nicht nachvollziehbare Luxusprojekte am Küniglberg, etwa die Portier-Loge um acht Millionen Euro. Er beanstandete, dass Nebengeschäfte der Mitarbeiter noch immer nicht untersagt oder reguliert seien – „das Wort ‘Compliance’ kann man im ORF nicht einmal buchstabieren“, sagte Hafenecker. All das – und auch, dass der Geschäftsführer der ORF-Beitrags Service GmbH (OBS), die die Haushaltsabgabe mit 300 Mitarbeitern eintreibt, 190.000 Euro im Jahr bekommt, solle sich der Rechnungshof genau anschauen. Eine diesbezügliche Prüfung habe die FPÖ schon lange gefordert. Die letzte Rechnungshof-Prüfung hätte im Jahr 2008 stattgefunden. 

Vorgehen wie in einer Bananen-Republik

Mit einem echten Schmankerl wartete ORF-Stiftungsrat Westenthaler bei der Pressekonferenz auf: Er berichtete, dass morgen, Dienstag, eine Sitzung des Stiftungsrats in einer ÖVP-nahen PR-Agentur stattfinden soll. „Das kann ja nicht sein!“, sagte Westenthaler, der auch die Frage stellte: „Was sagt Medienminister Andreas Babler dazu?“ Die Nervosität vor der Generaldirektoren-Wahl im August sei jedenfalls groß. So wolle der Vorsitzende des Stiftungsrats, Heinz Lederer von der SPÖ, in Zukunft das Frage- und Auskunftsrecht der Stiftungsräte einschränken. Damit würde Lederer dem Generaldirektor einen Maulkorb verpassen, „was widerrechtlich ist“, so Westenthaler. Zudem sollen Wortprotokolle abgeschafft und Redezeiten eingeschränkt werden. „Was da momentan passiert, war noch nie da!“, zeigte sich der von der FPÖ nominierte Stiftungsrat von den Plänen entsetzt. Das sei ein Vorgehen wie in einer Bananen-Republik.

Auf YouTube können Sie die ganze Pressekonferenz via FPÖ TV ansehen:

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