AfD-Chef Tino Chrupalla trat in der GEZ-Sendung von Caren Miosga auf. Wie zu erwarten, waren sowohl Miosga als auch die anderen Gäste gegen ihn.

AfD

9. Feber 2026 / 14:25 Uhr

Tino Chrupalla bei Caren Miosga: Alle gegen einen im GEZ-Fernsehen

In vielen Wahl-Umfragen ist die AfD stärkste Kraft. Bei Forsa zum Beispiel erreicht sie ganze 26 Prozent, während CDU/CSU zusammen nur 24 Prozent bekommen. Für die AfD gibt es also nur einen Weg, und zwar nach oben. Dafür muss sie aber auch diejenigen erreichen, die immer noch GEZ-Fernsehen schauen.

Alle Gäste gegen die AfD

Diese Wählerschichten wählen trotz Asylkrise, Inflation, Überfremdung und Verlust der inneren Sicherheit noch immer Parteien wie Union und SPD. Und sehen sich Sonntag Abend ARD-Sendungen wie die von Caren Miosga an. Also ging Chrupalla in die durch GEZ-Gelder zwangsfinanzierte Sendung und präsentierte dort den Zuschauern seine Sicht der Dinge.

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Freilich folgte die Diskussion dem üblichen Mainstream-Medien-Propagandaprogramm. Moderatorin Miosga war natürlich offen gegen Chrupalla, die anderen Gäste auch. So behauptete der Chefredakteur von Table.Briefings, einer Webseite, von der so gut wie niemand bisher gehört hat und die behauptet, sich mit Wirtschaft auszukennen, in der Sendung laut t-online: “Um den deutschen Mittelstand zu fördern, müsse das Gegenteil von Abschottung passieren”, und deutsche “Unternehmen bräuchten Vernetzung und Globalisierung dringend, so der Journalist. Das Programm der AfD sehe stattdessen eine Wirtschaftspolitik vor, die ‘einengt’, ‘abschottet’ und ‘eingrenzt’.”

Pleitewelle rollt über globalisierte BRD

Soweit die Theorie von Table.Briefings-Chefredakteur Michael Bröcker. Blöd nur, dass Deutschland derzeit genau das hat, was er für die Wirtschaft super findet, und trotzdem ein Unternehmen nach dem anderen pleite geht. Sogar die tagesschau musste zugeben, dass 2025 um die 23.900 Firmen insolvent gingen. Und 2026 sieht es laut Focus nicht besser aus. Die deutsche Wirtschaft ist richtig im Eimer und das, obwohl die von Leuten wie Bröcker bejubelte Globalisierung um sich greift. Vielleicht auch gerade deswegen.

Wohl auch deswegen erklärte der AfD-Chef in der Sendung, die Europäische Union müsse reformiert werden. Ziel der AfD ist es, dass nationale Interessen mehr berücksichtigt werden und Deutschland als “Hauptzahler” auch mehr den Ton angebe. Realisiert werden soll diese Idee in einem “Bund europäischer Nationen”. Also lautet die AfD-Lösung nach wie vor: Europa der Vaterländer anstatt EU-Superstaat.

Ökonomin fordert noch mehr EU

Natürlich fand diese Idee im Studio keinerlei Unterstützung. Angeblich befände man sich in einer Situation, in der die Zeit dränge, quengelte die ebenfalls als Gast anwesende Ökonomin Veronika Grimm. Den USA und China könne man angeblich nur entgegentreten, wenn man die EU in ihrer jetzigen Form stärke, behauptete sie. Dass wir bereits jetzt eine viel zu starke EU haben, die aber nichts anderes hervorgebracht hat, als einen aufgeblähten Beamtenapparat in Brüssel sowie eine den Bürgern nichts nützende Globalisierung, scheint Grimm nicht bewusst zu sein. Oder aber, sie blendet es absichtlich aus.

Ebenso wie sie die wirtschaftliche Schwäche vieler Euroländer wohl konsequent ignoriert. Und auch die Tatsache, dass Deutschland vor der ausufernden EU-Bürokratie einmal die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt (nach den USA) war, spielt keine Rolle. Aber kritische Nachfragen müssen weder Grimm noch Bröcker befürchten. Die gibt es nur gegen Chrupalla. Und das wegen jeder Kleinigkeit. So sprach Miosga den AfD-Chef auf ein Bild an, das seine Partei im vergangenen August in den sozialen Medien geteilt hatte. Da fragt man sich, ob auch ein SPD- oder CDU-Chef zu jedem Bild, das seine Partei jemals irgendwo geteilt hat, eine Meinung haben muss.

AfD gegen Kriegseinsatz in Ukraine

Auf dem Bild war jedenfalls zu lesen: “Merz will dich in die Ukraine schicken? Wir nicht!” Versehen war das Bild mit einer Abbildung von fünf Jugendlichen, über deren Köpfen Bundeskanzler Friedrich Merz grinsend in die Kamera schaute. Ob er das Bild gut finde, wollte die Moderatorin von Chrupalla wissen, nachdem sie behauptet hatte, dass es angeblich gegen das Grundgesetz verstieße, Wehrdienstleistende an die Front zu schicken. Chrupalla erklärte, er sehe die Gefahr, dass die aktuelle Bundesregierung ihr Wort nicht halte. Und wie viel das Grundgesetz in der Praxis dann wert ist, sobald man es als Bürger in Anspruch nimmt, durften die Deutschen ja während Corona live erleben.

Zusammengefasst lässt sich feststellen: Die GEZ-Sendung war das erwartbare Drei-gegen-eins-Tribunal, bei dem sich alle gegen den eingeladenen Oppositionellen verbünden. Es bleibt zu hoffen, dass durch Chrupallas Auftritt zumindest ein paar Zuschauer aufgewacht sind. Aber vermutlich haben sich viele Leute am Sonntag Abend lieber das RTL-Dschungelcamp angesehen. Das Niveau ist dasselbe; nur muss man für die RTL-Sendung wenigstens keine GEZ zahlen.

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