Jack Lang

Unter den drei Millionen Dokumenten zum Fall Epstein taucht der Name Jack Lang mehr als 670-mal auf.

8. Feber 2026 / 10:06 Uhr

„Epstein Files“ weiten sich zu handfestem Skandal für Sozialisten aus

Wegen seiner Kontakte zum verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein muss der nächste Sozialist den Hut nehmen. Der frühere französische Kulturminister Jack Lang, seit 1977 Mitglied der französischen Parti socialiste (PS), hat nun den Rücktritt als Leiter eines renommierten Kulturinstituts in Paris eingereicht.

Sondersitzung im Europarat

Der Riesenskandal für die Genossen weitet sich somit aus. Wie berichtet, hatten die E-Mails zwischen Epstein und dem früheren Generalsekretärs im Europarat, Ministerpräsidenten und Außenministers Norwegens, Thorbjørn Jagland, der Mitglied der sozialdemokratischen Arbeiterpartei ist, unter Druck gebracht. Die europäischen Konservativen sowie die Patrioten haben im Europarat eine Sondersitzung und eine Untersuchung verlangt. 

Treffen bei “jungen Mädchen”

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Die „Epstein Files“ stellen die Moral der sonst üblichen Moralisten infrage. Im Raum stehen Treffen bei „außergewöhnlichen Mädchen“ und „jungen Frauen“, aber auch der Verdacht der Spionage und schwerer Korruption. Offenbar hat sich Jeffrey Epstein ein weltweites Netzwerk mit einflussreichen roten Politikern aufgebaut, indem er diese dem Vernehmen nach zu Sex mit Minderjährigen verführte. Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung. 

Auch für Briten-Premier wird es eng

So wird es auch für den britischen Premier Keir Starmer von der Labour-Fraktion eng. Für ihn wird die Berufung des früheren Ministers und Epstein-Freundes Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den USA vor einem Jahr zur Bedrohung. Auch wenn Starmer jetzt behauptet, Mandelson hätte ihn und andere in die Irre geleitet, gilt dies als schwache Ausrede. Dass Mandelson den Kontakt mit Epstein auch nach dessen Verurteilung wegen der erzwungenen Prostitution einer Minderjährigen aufrechterhalten hatte, war der Regierung vor dessen Berufung zum Botschafter ja bekannt.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Der Rücktritt, der Starmer droht, hat Jack Lang, der unter den früheren Präsidenten Francois Mitterrand und Jacques Chirac verschiedene Regierungsposten inne hatte, nun hinter sich. Unter den drei Millionen Dokumenten zum Fall Epstein taucht der Name Jack Lang mehr als 670-mal auf. Am Freitag hat die für Finanzvergehen zuständige französische Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Lang eröffnet. Ihm wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft „schwerwiegender Steuerbetrug“ zur Last gelegt, die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit mutmaßlichen finanziellen Verbindungen Langs und seiner Tochter Caroline mit Epstein. Lang wies die Vorwürfe als „gegenstandslos“ zurück.

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