Andreas Babler

SPÖ-Chef Andreas Babler vor einem Wiener Gemeindebau. Die Mieter hören ihm schon längst nicht mehr zu. 

3. Feber 2026 / 05:00 Uhr

Genosse rechnet mit eigener Partei ab: „Haben Glaubwürdigkeit verloren“

Der steirische SPÖ-Landeschef Max Lercher ging in der Sendung „Nachgefragt“ auf Krone.TV mit den eigenen Genossen hart ins Gericht. Bei diesem Seelen-Striptease des roten Funktionärs bekam auch Andreas Babler sein Fett ab. 

“Wir haben Probleme geleugnet”

Lercher übte vor allem Kritik daran, dass sich die SPÖ nicht mehr den Sorgen der Menschen stellen würde. Wörtlich sagte er:

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Wir haben Probleme geleugnet, die die Leute längst spürten. Jetzt kommt der harte Weg zurück zur Glaubwürdigkeit. 

“Das war Überheblichkeit”

„Das war Überheblichkeit“, nannte Lercher das Verhalten der SPÖ-Spitze beim Namen. Es habe eine wachsende Entfremdung zwischen Politik und Wählern stattgefunden. Die Partei habe die Probleme nicht ernst genommen, egal ob bei Migration, Arbeitsmarkt oder Alltagssorgen. Nur wer zuhöre und reagiere, könne verlorenes Vertrauen wieder aufbauen und die Verbindung zu den Wählern erneuern. 

Auf die Frage, ob er bei seiner Erkenntnis Rückhalt der Bundes-SPÖ habe, antwortete Lercher:

Das ist eine gefinkelte Frage. Rückenwind verspüren wir nicht. 

Späte Einsicht

Die Einsicht des SPÖ-Funktionärs kommt reichlich spät. Die von den Roten – vor allem in Wien – geradezu forcierte Einwanderungspolitik hat mittlerweile für Riesenprobleme in allen Lebensbereichen geführt. Insbesondere in den Schulen und im Gesundheitswesen. Jetzt, wo die SPÖ immer mehr zur Kleinpartei verkommt und bei fast allen Umfragen nur noch 18 Prozent der Wähler erreicht, werden Fehler in der Vergangenheit eingestanden. Zumindest von einem Spitzenfunktionär.

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