Die Bundeswehr war kurzzeitig nach Grönland geschickt und dann gleich wieder zurückgeholt worden. Nun gab es eine ARD-Sendung, die sich dem Thema widmete.

21. Jänner 2026 / 16:48 Uhr

Eine Bundeswehraktion und ihre Nachlese

Deutschland hatte nach einem ergebnislosen Krisentreffen zwischen den USA, Dänemark und Grönland in Washington beschlossen, ein paar Bundeswehrsoldaten in den eisigen Norden zu schicken (Unzensuriert berichtete). Die tapferen Soldaten taten im Grunde nicht viel mehr, als einmal hin- und dann wieder zurückzufliegen.

Sandra Maischberger und ihre Gäste

Die gesamte Aktion der BRD-Regierung war so peinlich, dass es jetzt selbst in den mit GEZ-Geldern zwangsfinanzierten Mainstreammedien eine nüchterne, beschämende Analyse gab. In der ARD-Sendung “Maischberger” trafen sich mehrere Gäste, um über das Thema zu debattieren.

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An der Sendung nahmen der Sänger Peter Maffay, der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, ein US-Politikberater namens Andrew Langer, ZDF-Journalist Theo Koll, Journalist Nicolaus Blome sowie die Schriftstellerin Jagoda Marinic teil. Eines ihrer Bücher trägt den gendergerechten Titel “Sheroes. Neue Held*innen braucht das Land”. Man kann sich also denken, wie ideologisch ausgewogen die Sendung war.

US-Präsident mit Drittklässler verglichen

Guttenberg verglich Trump mit einem “Drittklässler, dem man das Frisbee weggenommen hat”. Ein interessanter Vergleich von jemandem, der wegen Plagiaten sein Ministeramt verloren hat und der nun gegen einen mehrfach vom Volk gewählten Präsidenten ätzt. Die Runde diskutierte dann erwartbar über die Erkundungsmission der Bundeswehrsoldaten in Grönland, die Trump als Provokation gewertet hatte. Guttenberg übte scharfe Kritik an dieser Aktion. “Das ist kommunikativ in die Hose gegangen.”

Der ZDF-Journalist Koll meinte, die Mission wäre von Beginn an ein Eingeständnis gewesen und hätte Trumps Argumentation gestützt, er wolle Grönland vor China und Russland schützen. Blome hingegen sah darin ein konfrontatives Signal an die USA und meinte, die Europäer hätten damit “ihr Handtuch hingelegt”, um zu zeigen: “Wir waren zuerst hier.” Etwas, was deutsche Gäste auf Mallorca gerne mit Liegestühlen machen. Koll stimmte ihm indirekt zu und meinte, die Mission mit nur 15 Soldaten wäre “lächerlich” und “eher ein Waschlappen als ein Handtuch” gewesen. Die ganze Aktion war also völlig sinnlos.

Langer glaubt nicht an Grönlanderoberung

US-Politikberater Langer äußerte die Vermutung: “Trump ist ein Dealmaker. Er will einfach nur den bestmöglichen Deal für die USA.” Militärische Gewalt sei seines Erachtens ausgeschlossen und Grönland werde nicht zum 51. Bundesstaat der USA werden. Sandra Maischberger legte ihm daraufhin Trumps Social-Media-Posts vor, in denen er Grönland mit US-Flagge als amerikanisches Territorium darstellte (Unzensuriert berichtete).

Maffay entgegnete zu dem Ganzen, dass er täglich die Nachrichten anschaue, um ein Gefühl dafür zu bekommen, “wohin uns die Reise führt”. Politisch ist er inzwischen tief enttäuscht: “Ich habe lange SPD gewählt und habe inzwischen Schwierigkeiten, das noch zu tun.” Die SPD steht “den Menschen auf der Straße nicht mehr sehr nahe”. Die Frage, welche Partei den Leuten seines Erachtens noch nahestehe, konnte er nicht beantworten.

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