Erneut wurde ein FPÖ-Büro zum Opfer eines mutmaßlich linksextremen Anschlags: In Salzburg wurde das Bürgerbüro der Freiheitlichen in der Gabelsbergerstraße beschädigt. Zwei Fensterscheiben wurden mit Steinen eingeschlagen, wie die Polizei bestätigt. Der Schaden wurde Dienstag entdeckt und gleich gemeldet.
Besuch der AfD sorgte bei Einheitspartei für Unmut
Die Behörden prüfen den Fall als Sachbeschädigung, Täter sind unbekannt. FPÖ-Stadtchef Paul Dürnberger und Landesobfrau Marlene Svazek sprachen von politischer Gewalt und verwiesen auf die hitzige Debatte um ein Treffen mit AfD-Vertretern aus Sachsen-Anhalt. Das Treffen der AfD-Landesfraktion aus Sachsen-Anhalt mit Svazek hatte die Einheitspartei erregt: Tagelang hätten Kommunisten, Sozialisten und Grüne deshalb gegen die Freiheitlichen gehetzt, beklagte Svazek.
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Weitere InformationenDiskurs darf nicht in Gewalt enden
Svazek äußerte sich entsetzt über das aggressive Klima in Medien und Politik, das „Öl ins Feuer“ gieße. Sie appellierte an Deeskalation, forderte Gewaltverurteilung und rief Bürger zu Hinweisen auf. Politische Auseinandersetzungen dürften nicht gewalttätig ausarten, warnte sie. In ihren zehn Jahren als Parteiobfrau habe sie eine derartige Gewalt gegen die Partei noch nie erlebt – „Warum? Weil uns jahrelang erzählt wurde, in Salzburg tickten die Uhren anders, hier gehe man zivilisierter miteinander um. Lächerlich! Diese Erzählung ist eine Illusion“, schrieb Svazek in den sozialen Medien.
Auch in Salzburg ist Linksextremismus gefährlich
Die Salzburger Landeshauptfrau-Stellvertreterin zeigte sich fassungslos:
Die linke Szene Salzburgs ist um nichts, aber auch gar nichts besser als anderswo in Österreich. Sie ist gefährlich, weil sie zu Mitteln greift, die mit Demokratie und Verfassung nichts zu tun haben, diese vielmehr verhöhnen. Das ist Linksextremismus!
Sie forderte: Eine unmissverständliche Stellungnahme politischer und medialer Akteure gegen jede Form politischer Gewalt. Was man derzeit erlebe, habe es in Salzburg in dieser Form gegen die FPÖ noch nie gegeben – wer jetzt schweige oder relativiere, mache sich an der Eskalation mitschuldig.
