Die Todeszahlen der Corona-Epidemie sind bewusst nach oben getrieben worden, wie ein Schreiben des Südtiroler Sanitätsbetriebs nun belegt.

19. Jänner 2026 / 18:09 Uhr

Dokument beweist: Fälschung der Corona-Todeszahlen in Südtirol amtlich angeordnet

Ein internes Schreiben des Südtiroler Sanitätsbetriebs vom 22. März 2020 sorgt für politische Diskussionen über die Erfassung von COVID-19-Todesfällen: Das Dokument war damals an alle Hausärzte in Südtirol versendet worden und bezieht sich auf Todesfälle während der frühen Phase der Pandemie – darin enthalten: die Anweisung, Todesfälle zu Hause mit grippeähnlichen Symptomen oder bronchopulmonalen Erkrankungen während der Epidemie automatisch als Corona-Infektionsfälle einzustufen.

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Erstes Dokument, das Manipulationen beweist

Das Schreiben sei laut dem freiheitlichen Europamandatar Gerald Hauser nicht nur an die Hausärzte, sondern auch an die Leitung der Sanitätseinheit sowie an die Landesnotrufzentrale übermittelt worden.

Hauser sieht darin einen schwerwiegenden Vorgang: „Damit liegt erstmals in der EU ein amtliches Dokument vor, das belegt, dass die COVID-19-Sterbestatistik bewusst nach oben manipuliert worden ist“, erklärte er. „Die Statistik der COVID-19-Toten in Südtirol – und damit in Italien und der EU – wurde auf amtliche Anweisung von Anfang an verfälscht. Das ist ein unerhörter Vorgang.“

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EU-Kommission muss Stellung nehmen

Nach Angaben Hausers wurde ihm das Dokument vom Südtiroler Landtagsabgeordneten Jürgen Wirth Anderlan übermittelt. Das Schreiben sei inzwischen Gegenstand von parlamentarischen Anfragen im Südtiroler Landtag sowie von Beratungen in der Corona-Untersuchungskommission.

Der freiheitliche EU-Abgeordnete kündigte an, den Fall auch auf europäischer Ebene aufzugreifen. Er erklärte, er werde entsprechende Fragen an die Europäische Kommission richten. Dabei gehe es unter anderem um die Frage, ob es vergleichbare Anweisungen oder Empfehlungen seitens europäischer Institutionen oder Absprachen mit Mitgliedsländern gegeben habe.

Besondere Brisanz sieht Hauser im Zusammenhang mit dem geplanten European Health Data Space (EHDS).

In diesem Zusammenhang erklärte er:

Gesundheitsdaten und -statistiken sind wertlos, wenn sie politisch manipuliert werden können. Dieser Skandal zeigt, dass während der COVID-19-Pandemie mit falschen Daten, Panikmacherei und massivem Druck auf Ärzte eine faktenwidrige Politik betrieben worden ist.

Wie viele starben wirklich am Virus?

Hauser fordert die EU-Kommission auf, mögliche EU-weite Anweisungen offenzulegen sowie die Erfassung der COVID-19-Todesfälle in Italien zu überprüfen. Ziel müsse es sein, etwaige Manipulationen zu untersuchen, zu korrigieren und vergleichbare Vorgänge künftig zu verhindern. Die Fragen zur COVID-19-Todesfallstatistik betreffen aus seiner Sicht nicht nur Italien, sondern die gesamte Europäische Union.

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