Christian Hafenecker und Margit Laufer

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker hat die Fragen von “ZIB2”-Moderatorin Margit Laufer schlagkräftig beantwortet.

ORF

16. Jänner 2026 / 11:59 Uhr

„ZIB2“: Bei Parte für verstorbenen Vater platzte Hafenecker der Kragen

Der ORF ärgert sich immer wieder, dass Spitzenpolitiker der FPÖ Einladungen zu Sendungen kaum nachkommen. In der„ZIB2“ gestern, Donnerstag, lieferte der Staatsfunk selbst den Grund für den blauen Absage-Reigen. Denn auch beim Gespräch mit FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker wurde einmal mehr die Nazi-Keule ausgepackt. 

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“FPÖ-Politiker streifen immer wieder an”

Eigentlich wurde Hafenecker ins Studio gelockt, um den ORF-Sehern sowohl über den gerade gestarteten Pilnacek-U-Ausschuss zu berichten als auch eine Bilanz für das politische Jahr 2025 der Freiheitlichen zu ziehen. Das tat Hafenecker auch, bis Moderatorin Margit Laufer dem Studiogast plötzlich unterstellte, dass es immer wieder FPÖ-Politiker seien, „die hier anstreifen“. Laufer hatte zuvor ausgeführt, dass der EU-Abgeordnete Gerald Hauser einem „Identitären“, nämlich Martin Sellner, ein Interview gegeben habe, und dass die Staatsanwaltschaft Krems René Schimanek, Ex-Büroleiter von Nationalratspräsident Walter Rosenkranz und FPÖ-Stadtrat in Langenlois in Niederösterreich, wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung angeklagt habe. 

Muss in einer Demokratie möglich sein

Hafenecker entgegnete, dass Hauser Herrn Sellner, der weder strafrechtlich verurteilt sei noch im Gefängnis sitze, ein Interview gegeben habe. Keiner würde auf die Idee kommen, „weil ich Ihnen jetzt ein Interview gebe und der ORF als links gilt, dass ich jetzt auch links bin“. Wenn Hauser mit Sellner spreche, dann müsse das hoffentlich in einer Demokratie doch möglich sein. 

“Das regt mich wirklich auf!”

Der Kragen platzte Hafenecker endgültig beim Thema Schimanek – „das regt mich wirklich auf!“. Aus Sicht des FPÖ-Generalsekretärs sei es nämlich kein Zufall, dass ausgerechnet die Staatsanwaltschaft Krems, die im Pilnacek-U-Ausschuss in der Kritik stehe, genau in der Woche, in der der Ausschuss beginnt, mit fadenscheinigen Gründen Anklage gegen Schimanek erhebe. Wörtlich sagte Hafenecker:

Bei dem, was inkriminiert wird, geht es darum, dass man jetzt sagt, die Parte, die die Familie Schimanek herausgegeben hat, nach dem Ableben des Vaters von René Schimanek, wäre so etwas wie eine Wiederbetätigung. Wobei das schon einmal grundsätzlich fraglich ist. 

“Diese Geschmacklosigkeit muss man einmal haben”

Diese Chuzpe müsse man einmal haben, und auch die Geschmacklosigkeit, herzugehen und jemanden zu unterstellen, dass zwei Tage, nachdem sein eigener Vater gestorben ist, dessen Ableben dazu nutze, um irgendwelche rechtsextreme oder neonazistische Propaganda zu machen, machte Hafenecker seinem Ärger über das Vorgehen der Kremser Staatsanwaltschaft Luft. 

Hafencker betonte zudem, dass es in der Justiz bestimmte Netzwerke gebe, die der ÖVP zuzurechnen seien. Die Vorwürfe würden ja immer aus der gleichen Ecke kommen. 

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