FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker sagte am Dienstag in einer Pressekonferenz, dass die Causa rund um einen erfundenen Abschiedsbrief die Kronen Zeitung 100.000 Euro gekostet habe. Weder die Krone-Chefredaktion, noch der von Hafenecker genannte Redakteur waren zu einer Stellungnahme bereit.Â
Erfundener Abschiedsbrief
Wie berichtet, hatte die Kronen Zeitung am 7. August 2022 über einen angeblichen Selbstmordversuch samt angeblichem Abschiedsbrief des damaligen Mitarbeiters im Freiheitlichen Parlamentsklub, Hans-Jörg Jenewein, geschrieben. Der Artikel, verfasst von Christoph Budin, war in der Folge vom Presserat verurteilt worden, und die Richterin fragte im Prozess gegen die Kronen Zeitung, ob in diesem Bericht zumindest die Namen stimmen würden. Denn tatsächlich hatte es keinen Suizidversuch, keinen Abschiedsbrief und auch keine – wie die Krone damals behauptete – Ex-Frau Jeneweins gegeben.Â
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Weitere InformationenKrone-Redakteur als Sprachrohr der ÖVP
Hafenecker brachte die Causa nun wieder an die Öffentlichkeit, weil ausgerechnet Krone-Redakteur Budin, der damals für die Peinlichkeit im Kleinformat verantwortlich gewesen sein soll, nun über den Pilnacek-U-Ausschuss berichtet – „als Sprachrohr der ÖVP“, vermutete der FPÖ-Generalsekretär, der eine Bombe platzen ließ: Die Kronen Zeitung sollen die Falschmeldungen rund um den erfundenen Jenewein-Abschiedsbrief am Ende 100.000 Euro gekostet haben.Â
Chefredaktion antwortete nicht
“Stimmt das?”, fragten wir die Krone-Chefredaktion per Mail. Keine Antwort. Heute, Donnerstag, versuchten wir unser Glück telefonisch direkt bei Budin, der sich aber auch nicht auskunftsfreudig zeigte. Kryptisch sagte er, nachdem wir ihn um eine Stellungnahme zu den Aussagen Hafeneckers gebeten haben:
Nein, ich will zu lächerlichen Aussagen von Politikern nichts sagen. Da müsste ich oft etwas sagen.
Dann lachte er und legte auf.
