Deutschland hat nach dem ergebnislosen Krisentreffen zwischen den USA, Dänemark und Grönland in Washington angekündigt, noch am heutigen Donnerstag ein Erkundungsteam der Bundeswehr nach Grönland entsenden zu wollen. Darüber berichten sowohl der Merkur als auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
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Marode Bundeswehr gegen Atommacht?
Die Frage ist nur: Was soll das bringen? Deutschland mobilisierte während des Zweiten Weltkriegs rund 17,3 Millionen Soldaten für die Wehrmacht, wobei die Truppenstärke im Laufe des Krieges schwankte, von etwa 4,5 Millionen zu Beginn (1939) bis zu einem Höhepunkt, an dem die Gesamtzahl der eingezogenen Personen – einschließlich Waffen-SS – auf mehr als 18 Millionen anstieg, aber nie alle gleichzeitig im Einsatz waren. Diese Millionen konnten es damals nicht mit den USA und der Sowjetunion aufnehmen, wobei sich die heutige BRD ja auch über die Ukraine in einem Stellvertreterkrieg mit Russland befindet.
Dazu kommt, dass die Amerikaner tausende von Atomwaffen besitzen und die BRD gar keine hat. Dafür hat die BRD marode Kasernen, wie der Tagesspiegel und die Süddeutsche Zeitung berichten. Einige Soldaten aus diesen lausig ausgerüsteten Kasernen werden am heutigen Donnerstag nach Grönland geschickt. Vorgesehen ist der Einsatz von ganzen 13 Bundeswehrangehörigen, die mit einem Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M nach Nuuk geflogen werden sollen.
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AfD-Wähler skeptisch wegen Grönland
Laut einer Umfrage der Welt will die Mehrheit der Deutschen angeblich Grönland verteidigen. Lediglich die Mehrheit der befragten AfD-Wähler ist dagegen und betrachtet das Ganze mit Skepsis. Wohl auch nicht ohne Grund, denn wie diese Verteidigung eines fremden Landes dann in der Praxis außerhalb von Umfragen aussieht, kann man am Krieg in der Ukraine sehen. Hunderttausende Deutsche schimpfen online auf Putin und Russland; freiwillig an die Ostfront gemeldet haben sich in der realen Welt laut Bundestag knapp 100.
Nun will man sich neben Russland also auch noch mit den USA anlegen. Die Entsendung der 13 Soldaten erfolgt auf Einladung der dänischen Regierung und ist zunächst bis zum 17. Januar 2026 befristet. Ziel der Mission ist es nach Angaben des Verteidigungsministeriums, die Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks zu erkunden, etwa im Bereich der Seeraumüberwachung. Die Erkundung soll gemeinsam mit Soldaten weiterer europäischer Partnerstaaten stattfinden.
Ergebnisloses Treffen in Washington
Hintergrund ist das Treffen der Außenminister Dänemarks und Grönlands mit der US-Regierung in Washington, das ohne Annäherung endete. Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen erklärte anschließend, es bestehe eine “fundamentale Meinungsverschiedenheit”. US-Präsident Donald Trump beharre auf dem Wunsch, Grönland unter amerikanische Kontrolle zu bringen. Bereits vor dem Treffen hatte Trump den Ton verschärft. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, die Vereinigten Staaten benötigten Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit. Zugleich stellte er einen Rückzug der USA aus der Nato in den Raum, sollten die Verbündeten seinen Plänen nicht entgegenkommen.
Kurz nach dem ergebnislosen Ende der Gespräche begannen europäische Staaten mit der Verlegung erster Soldaten nach Grönland. In der Nacht landeten zwei Militärmaschinen der dänischen Luftwaffe in Nuuk und auf dem Stützpunkt Kangerlussuaq. An Bord befanden sich neben dänischen auch französische Soldaten. Die Frage lautet, ob die EU sich ernsthaft mit den USA anlegen wollen? Und: Würde sich die USA in so einem Fall mit Russland verbünden?





