Bargeld

Die Zahlung mit Bargeld gehört für die meisten Europäer zum Alltag – doch auch hier mischt sich die EU ein und will Barzahlungen in Zukunft weiter begrenzen.

14. Jänner 2026 / 07:41 Uhr

Neue EU-Schikanen: Barzahlen ab 2027 deutlich eingeschränkt

Bargeld gehört in den meisten europäischen Ländern weiterhin zum Alltag. Viele bezahlen lieber bar – aus Gewohnheit, aus praktischen Gründen oder weil sie keine Spuren hinterlassen wollen. Doch genau diese Anonymität will die Europäische Union künftig stärker begrenzen.

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Angeblicher Kampf gegen Geldwäsche

Ab 2027 dürfen Barzahlungen in der EU 10.000 Euro nicht mehr überschreiten. Darauf haben sich EU-Parlament, Rat und die Mitgliedstaaten geeinigt. Offiziell geht es um die Eindämmung von Geldwäsche und illegalen Finanzflüssen. Große Bargeldsummen sollen künftig nicht mehr unkontrolliert den Besitzer wechseln können. Den einzelnen Staaten bleibt dabei Spielraum: Sie dürfen strengere nationale Grenzen einführen, wenn sie das für notwendig halten.

Identitätsüberprüfungen bei Barzahlungen

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Die neuen Vorschriften treffen vor allem Anschaffungen und Branchen, in denen häufig höhere Bargeldbeträge im Spiel sind. Wer künftig gelegentlich zwischen 3.000 und 10.000 Euro bar bezahlt, muss damit rechnen, dass seine Identität überprüft wird. Besonders aufmerksam beobachten die Behörden den Handel mit Luxusgütern, etwa Schmuck, hochpreisigen Fahrzeugen, Flugzeugen oder Schiffen, ebenso wie Geschäfte mit Kryptowerten.

Privatverkäufe nicht betroffen

Nicht betroffen sind rein private Verkäufe. Ein Autokauf zwischen zwei Privatpersonen kann weiterhin bar abgewickelt werden – auch über der 10.000-Euro-Grenze, solange kein Unternehmen beteiligt ist. Wie streng Verstöße geahndet werden, ist noch offen. Konkrete Strafrahmen wurden bislang nicht festgelegt. Fest steht allerdings, dass Bargeldbewegungen künftig intensiver überwacht werden sollen und auffällige Zahlungen zusätzliche Prüfungen auslösen.

Profifußball unter Beobachtung

Auch der Profifußball gerät ins Visier. Die EU stuft den Sektor wegen internationaler Investoren und hoher Geldsummen als risikobehaftet ein. Ab 2029 sollen deshalb auch für Profiklubs strengere Geldwäschevorschriften gelten.

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