Wien gegen Burgenland, Michael Ludwig gegen Hans Peter Doskozil! In der SPÖ geht es weiter rund. In einem Interview mit Oe24 macht der Wiener Bürgermeister seinen Amtskollegen im Burgenland dafür verantwortlich, dass heute Babler an der Spitze der Genossen steht.
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Rote Talfahrt begann mit Rendi-Wagner-“Abschuss”
Hauptverantwortlich für den Vorsitz von Andreas Babler, meinte Ludwig, sei ja Hans Peter Doskozil. Er erinnerte daran, dass Doskozil die Ablöse von Pamela Rendi-Wagner gewollt habe, die zu diesem Zeitpunkt bei Meinungsumfragen in etwa bei 30 Prozent gelegen sei. Im Vergleich: Heute liegt die Babler-SPÖ abgeschlagen bei 18 Prozent, in der Kanzlerfrage kommt der SPÖ-Chef lediglich auf acht Prozent, während 32 Prozent der Wähler FPÖ-Chef Herbert Kickl gerne als Kanzler sehen würden.
Ausweichende Antwort zu Kern
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Nichtsdestotrotz möchte Michael Ludwig Babler die Stange halten. Eine Abfuhr für Christian Kern, der betonte, ohne Unterstützung von Wien und der Gewerkschaft nicht als Gegenkandidat von Andreas Babler beim Parteitag am 7.März antreten zu wollen. Ein klares Nein von Ludwig zur Personalie Kern gibt es aber nicht, vielmehr klingt die Antwort auf die Frage, ob er den Ex-Bundeskanzler unterstützen würde, ausweichend:
Also ich lese mit großer Aufmerksamkeit Interviews von Christian Kern, wo er in regelmäßigen Abständen immer betont, wie wichtig ihm seine Funktion in der Privatwirtschaft ist, wo er auch sehr erfolgreich tätig ist. Daher schenke ich seinen Worten auch Glauben und gehe davon aus, dass er das auch beibehalten wird, seine sehr erfolgreiche Tätigkeit in der Privatwirtschaft.
Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit
Aber wie sicher kann man sein, dass das auch stimmt, wenn der Wiener Bürgermeister etwas sagt? Schließlich hat Ludwig den Wienern vor der Wahl auch versprochen, die Preise der Öffis nicht zu erhöhen. Kaum war die Wahl vorbei, kam es anders. Außerdem sind Interviews mit Politikern unter der Prämisse „Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit“ einzuordnen.




