In Graz stehen derzeit sieben mutmaßliche Linksextremisten wegen schweren Raubes vor Gericht. Laut Anklage war es im Jänner 2025 zu dem Vorfall gekommen, der den Angeklagten zur Last gelegt wird: Am Rande des Grazer Akademikerballs ereignete sich ein brutaler Überfall auf einen Ballbesucher. Ein 60-Jähriger wurde, wie berichtet, grundlos attackiert und schwer verletzt, zudem wurde ihm seine Burschenschafter-Mütze gestohlen. Durch den Sturz erlitt er mehrere Rippenbrüche.
Gezielte Attacke aus dem “Antifa”-Milieu
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die Angeklagten zuvor an einer linken Demonstration gegen den Akademikerball teilgenommen haben. In einem Café sei die Tat besprochen worden, bevor gezielt nach einem Opfer Ausschau gehalten worden sei. Die Angeklagten sollen der “Antifa”-Szene zugeordnet werden. Schnell wurde für die Ermittler klar, dass hinter der Tat ein politisches Motiv stand, auch, weil die Vermummten die Burschenschafter-Mütze ihres Opfers – wahrscheinlich als eine Art “Trophäe” – mitgenommen hatten. Ermittelt wurde deshalb nicht nur wegen schwerer Körperverletzung, sondern auch wegen schweren Raubes. Auch das Fahndungsbild eines Tatverdächtigen wurde veröffentlicht.
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Weitere InformationenAngeklagte geben sich unschuldig
Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe. Sie geben an, keine Gewalt angewendet zu haben. Der Erstangeklagte erklärte am ersten Verhandlungstag am gestrigen Mittwoch, die Tat sei spontan erfolgt. Der Prozess ist auf drei Verhandlungstage angesetzt. Ein erhöhtes Polizeiaufgebot begleitete den Prozessauftakt – denn in der linken Szene kommt der Prozess gegen die sieben mutmaßlichen Extremisten gar nicht gut an.
