Immer mehr Schüler in den Wiener Schulen sind der deutschen Sprache nicht mächtig: In Wien-Margareten liegt der Anteil der Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen bei knapp 77 Prozent, und in anderen Bezirken wie Ottakring, Brigittenau und Favoriten sieht es mit fast 70 Prozent nicht viel besser aus. Ausgerechnet die ÖVP als einer der Hauptverantwortlichen für die Massenmigration in den letzten Jahrzehnten stört sich jetzt daran.
Zukunft der Stadt in Gefahr
Genau jene ÖVP, deren Innenminister und Kanzler seit vielen Jahren Massen von Illegalen ungehindert ins Land lassen, beklagt jetzt in diversen Medien, dass bei den Schulanfängern in Wien kaum noch jemand Deutsch kann: ÖVP-Landesparteiobmann Markus Figl betonte, dass viele der Kinder, die kaum Deutsch sprechen, keineswegs Neuzugänge seien, sondern hier geboren worden sind. Keine einzige Kennzahl sei besser geworden, sondern alles schlechter. Der Bezirk Margareten zeige diese Entwicklung. Figls Büro erklärte, die aktuellen Zahlen würden eindeutig belegen, dass Gefahr im Verzug sei und die Zukunft der Stadt auf dem Spiel stehe. Wenn Kinder nicht ausreichend Deutsch könnten, um dem Unterricht folgen zu können, hätten sie in weiterer Folge weniger Chancen im Bildungssystem und seien „die Mindestsicherungsbezieher von morgen“.
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Weitere InformationenSpätes Erwachen bei der Volkspartei
Man habe daher auch das parlamentarische Mittel ergriffen und eine Sondersitzung des Landtages verlangt, erklärte Wiens ÖVP-Klubobmann Harald Zierfuß. Kinder müssten vor dem Schuleintritt Deutsch können – deshalb wolle man acht Forderungen im Zuge des Sonderlandtags erneut einbringen. Konkret fordert die Wiener ÖVP, dass alle Dreijährigen sprachlich getestet werden, bei Förderbedarf verpflichtender Kindergarten mit intensiver Deutschförderung und 30 Wochenstunden gilt, 1.000 Sprachförderkräfte eingesetzt werden müssen, öffentliche Förderungen an Qualität gekoppelt werden, das gesamte Personal auf C1-Niveau gebracht wird, der Fachkraft-Kind-Schlüssel verbessert wird und eine wirksame Qualitätskontrolle eingeführt wird, da bisher Quantität vor Qualität stand.
Kindergärten sollen es richten – trotz Personalmangel
Angesetzt werden soll also schon bei den Kindergartenkindern. Kurz und knapp: Jetzt sollen es die ohnehin schon unter Personalnot leidenden Kindergärten richten – doch wie und mit wem? In den Kindergärten der Bundeshauptstadt waren im letzten August 645 Stellen unbesetzt. Gerechnet auf die etwa 350 Einrichtungen in Wien, bedeutet das: etwa zwei Pädagogen fehlen im Schnitt in jedem Kindergarten. Und es kommen aufgrund der weiterhin ungebremsten illegalen Massenmigration und der hohen Geburtenzahl der Einwanderer auch ständig weitere nicht deutsch sprechende Kinder dazu.
Schuld sind immer die anderen
„Das sind unfassbare Ausmaße, die sowohl die Qualität der Betreuung als auch die Früh- und Deutschförderung massiv beeinträchtigen“ – das hat Zierfuß beklagt, dessen Partei nun das jahrzehntelange Versagen in der Asyl- und Migrationspolitik auf die ohnehin überlasteten Pädagogen in den Kindergärten abwälzen will. Auch hier suchte er die Schuldigen – nicht ganz grundlos – bei der Wiener Stadtregierung, die ja Migranten aufgrund sozialer Lockangebote magnetisch anzieht: SPÖ und Neos hätten es bis heute nicht geschafft, einen echten Stufenplan zu etablieren, so Zierfuß. Wer aber fünf Jahre lang seine Verantwortung ignoriere und abschiebe, dürfe sich nicht wundern, wenn der Pädagogen-Mangel immer größer wird.
Wie sieht Österreich in 20 Jahren aus?
Was bleibt, sind düstere Zukunftsaussichten. Kindergärten und Schulen sind das demografische Bild von morgen. Wie sieht Österreich in 20 Jahren aus? Diese Frage stellt sich offensichtlich kein System-Politiker öffentlich. Dabei wäre genau das die wichtigste Frage. Denn: Wo bleiben wir Österreicher in 20 Jahren? In Ghettos?
