Sternsinger

Die Sternsinger (Symbolbild) hinterließen einem Welser eine diskriminierende Botschaft, nachdem dieser die Wohnungstür nicht rechtzeitig aufmachen konnte.

4. Jänner 2026 / 11:44 Uhr

Sternsinger-Eklat an Wohnungstür eines Bürgermeister-Sympathisanten

Weil Herr L. unter der Dusche war und die Wohnungstür nicht gleich öffnen konnte, hinterließen ihm die Sternsinger eine „königliche Post“. Was auf der Rückseite dieses Briefumschlages stand, machte den Mann aus Wels in Oberösterreich fassungslos. 

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“Der Vorfall macht mich sehr betroffen”

Auf der Rückseite des Kuverts stand – handschriftlich geschrieben – der Satz: „Ausländer rein!“. Herr L. sagte gegenüber unzensuriert:

Dieser Vorfall macht mich sehr betroffen. Ich selbst spende regelmäßig zumindest einmal jährlich an die Kirche, meine gesamte Familie ist römisch-katholisch und kirchlich engagiert. Umso mehr schockiert es mich, aufgrund politischer Sticker pauschal als ausländerfeindlich abgestempelt zu werden.

Sticker an Wohnungstür

Da bei den Nachbarn, wo der Mann nachfragte, keine derartige Botschaft auf der „königlichen Post“ zu finden war, geht Herr L. davon aus, dass sich die Heiligen Drei Könige aufgrund der politischen Sticker an der Wohnungstür zu diesem Eklat hinreißen ließen. Der junge Welser ist nämlich Parteimitglied der FPÖ und Anhänger von Bürgermeister Andreas Rabl, der bei der letzten Bürgermeister-Wahl sage und schreibe 60 Prozent der Stimmen erreichte. 

Familie überlegt, aus Kirche auszutreten

Auf seiner Wohnungstür hat Herr L. daher Sticker mit den Aufschriften „Rabl für Wels“ und „A Echta Wösa“ angebracht. Offenbar zum Unmut der Sternsinger, die ihn daraufhin am 3. Jänner zum Ausländerfeind stempelten. Der Welser Bürger zeigt sich entsetzt:

Ich empfinde es als äußerst befremdlich und enttäuschend, dass es im Rahmen einer kirchlichen Aktion zu einer derartigen Botschaft kommt. Der Vorfall hat innerhalb meiner Familie zu ernsthaften Überlegungen geführt, geschlossen aus der Kirche auszutreten. Unser Glaube an Gott ist davon unberührt, allerdings überlegen wir, künftige Spenden lieber sozialen Einrichtungen wie etwa dem Tierheim zukommen zu lassen.

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