Alexander Van der Bellen

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hob nicht die christliche Bedeutung von Weihnachten hervor, sondern kümmerte sich um den Menüplan der Österreicher am Heiligen Abend.

25. Dezember 2025 / 10:00 Uhr

„Gansl oder Karpfen“: Van der Bellens skurriler Menüplan für die Österreicher

Während etwa FPÖ-Chef Herbert Kickl zu Weihnachten über die Bedeutung des christlichen Festes sprach, hatten die Weihnachtsgrüße von Bundespräsident Alexander Van der Bellen nichts mit christlicher Tradition zu tun. 

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„Was gibt’s bei Ihnen zu essen?“

Van der Bellen schrieb an die Redaktionen der Tageszeitungen – und in diesem Schreiben fragte er die Leser: „Was gibt’s bei Ihnen zu essen?“ Nicht wenige fanden es verstörend, dass der Bundespräsident einen „panierten Karpfen“ und eine „Gans“ auf den Menüplan der Österreicher setzte, obwohl sich die wenigsten in diesem Land solche Luxusspeisen noch leisten können. 

4,5-Kilo-Gans um 199 Euro

Mit einem Monatsgehalt von 26.701 Euro brutto weiß das Staatsoberhaupt vielleicht gar nicht, wie viel Geld eine Gans oder ein Karpfen heutzutage kosten. Der Preis für einen frischen Karpfen liegt bei etwa 17 Euro pro Kilogramm, eine 4,5-Kilo-Gans, die für vier Personen reicht, bekommt man nicht unter 199 Euro. Das sind 49,75 Euro pro Person. Da ist die Schinkenrolle, die sich Van der Bellen zum Heiligen Abend dem Vernehmen nach wünscht, ein vergleichsweise günstiges Weihnachts-Mahl. 

Weihnachts-Botschaft schmeckte nicht allen

In seiner Weihnachts-Botschaft, die nicht jedem schmeckte, wollte der Bundespräsident am Beispiel der Diskussionen in den Familien über das Essen am Heiligen Abend anscheinend vermitteln, dass – wie in der Politik – überall in der Gesellschaft ein Konsens gefunden werden muss. „Eine gemeinsame, möglichst breit getragene Lösung hilft uns weiter“, schrieb der Bundespräsident in seinem Brief. 

“Konsens” als Unwort des Jahres

Das Schreiben sollte bei den Österreichern wohl Verständnis für die Verlierer-Ampel aus ÖVP, SPÖ und Neos wecken, die mit Kompromissen zu Lösungen kommen müssten – „auch wenn es manchmal länger dauert“. Van der Bellen blendet dabei aber aus, dass es gerade dieser Konsens ist, der die mittlerweile unpopuläre Koalition in alten Mustern verharren lässt. Und wenn die Regierung so weitermacht, könnte „Konsens“ zum Unwort des Jahres 2026 gewählt werden. 

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