Die ÖVP putzt sich ab und will mit dem WKO-Skandal nichts zu tun haben. Staatssekretär Alexander Pröll sagte heute, Montag, dass die Causa rund um Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer in der Kammer bleiben solle.
Die plötzliche Kindesweglegung der WKO aus der ÖVP-Familie überrascht nicht, kommen die Gehalts-Erhöhungen von 50 bis 100 Prozent der Wirtschaftskammer-Landeschefs doch zur Unzeit. Schließlich hat die ÖVP samt ihren Regierungspartnern SPÖ und Neos schon lange ein Glaubwürdigkeitsproblem.
WKO-Funktionäre sind ÖVP-Bonzen
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenDas hat sich jetzt auch noch verschärft, weil es sich bei den Funktionären in der WKO um ÖVP-Bonzen handelt. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zeigte das heute, Montag, in einer Pressekonferenz auf und brachte einige Beispiele – etwa die WKO-Landeschefin in Tirol, die auch Obmann-Stellvertreterin in der ÖVP von Landeshauptmann Anton Mattle ist.
“Es reicht”
„Es reicht, die ÖVP-Bonzen in der WKO müssen zur Vernunft kommen und abtreten“, forderte Schnedlitz. Großverdiener Harald Mahrer sieht der FPÖ-Generalsekretär als Sinnbild für das abgehobene Selbstbedienungssystem der ÖVP, das sich auf Kosten der Pflichtmitglieder der Wirtschaftskammer schamlos bereichern würde.
Mahrer verzichtet auf Nationalbank-Gehalt
Von Rücktritt will WKO-Boss Mahrer aber (noch) nichts wissen. Auch er hielt heute, Montag, eine Pressekonferenz ab, in der er erklärte, in Zukunft auf das Gehalt als Präsident der Nationalbank verzichten zu wollen. Damit wird sich sein Gesamt-Einkommen aus Wirtschaftskammer und Wirtschaftsbund um 13.500 Euro verringern und „nur“ noch 15.000 Euro im Monat ausmachen. Mahrer hatte sich sein Gehalt in der WKO um 21 Prozent selbst erhöht.
Auf YouTube finden Sie die ganze Pressekonferenz von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zur Causa “Wirtschaftskammer”:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere Informationen
