Herbert Kickl

Beim FPÖ-Bundesparteitag vergangenen Samstag in Salzburg sprach Herbert Kickl von Glaube, Hoffnung und Liebe. Das gefällt einigen Journalisten nicht.

2. Oktober 2025 / 13:05 Uhr

Wenn Kickl Menschen „Glaube, Hoffnung und Liebe“ gibt, stört das die Kirche

„Glaube, Hoffnung und Liebe“ will FPÖ-Chef Herbert Kickl den Menschen in Österreich geben. Eine durchaus positive Botschaft in einer schweren und von politischen Enttäuschungen geprägten Zeit. Die Kirche aber stößt sich an dieser Aussage. Und man fragt sich schön langsam: Was darf Kickl überhaupt noch sagen, ohne von Mainstream-Medien gleich an den Pranger gestellt zu werden?

Man bekommt den Eindruck, als würden die Mainstream-Medien mit aller Kraft einen Keil zwischen FPÖ und Kirche treiben wollen. Wenn Kickl die Wahrheit über die verfehlte Asylpolitik zugespitzt formuliert, wird er medial verdammt. Spricht er von Glaube, Hoffnung und Liebe, passt es den Journalisten – vor allem im ORF – auch nicht.

ORF spricht von “Knatsch”

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Im ORFRadio Wien verkündete heute, Donnerstag, der Nachrichtensprecher umgangssprachlich, dass der „Knatsch“ zwischen der FPÖ und der katholischen Kirche immer größer werde. Die Kirche wehre sich gegen eine blaue Umarmung, weil Herbert Kickl unlängst christliche Anspielungen und Bibelzitate verwendet habe.

Das Wort Gottes als Argumentationsform

Die Religion werde hier instrumentalisiert, kritisierte der Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, der im ORF-Radio Wien wörtlich sagte:

Das Wort Gottes fast als eine Argumentationsform zu nehmen, halte ich für nicht angebracht.

“Abendland in Christenhand”

Die christliche Rhetorik diene der FPÖ dazu, einen vermeintlichen Kulturkampf zu beschwören, sagte – ebenfalls im Radio Wien – Politikwissenschaftler Jakob-Moritz Eberl:

Bei rechtspopulistischen Parteien sei ein zentrales Merkmal, ein „Hier gegen die anderen“-Schema aufzubauen.

Neu sei das nicht, bemerkte dazu der Radio Wien-Moderator: 2009 habe die FPÖ noch unter HC Strache im EU-Wahlkampf den Wahlspruch „Abendland in Christenhand“ plakatiert.

Kickl will Positionen austauschen – wie schon in den Corona-Jahren

Auf die Wortmeldung des Kirchenfürsten Ernst Lackner hatte FPÖ-Chef Kickl bereits am Dienstag reagiert. Er lud den Erzbischof zu einem persönlichen Gespräch ein und meinte öffentlich auf Facebook:

Sehr geehrter Herr Erzbischof Lackner,
gerne lade ich Sie zu einem persönlichen Gespräch ein, um unsere Positionen auszutauschen. Ein solches Gespräch hat es bereits in der Vergangenheit gegeben, als Sie mich besucht haben. Damals ging es unter anderem um das Verhalten der Kirchenführung in den Corona-Jahren. Ich habe dabei meine Kritik geäußert, dass die Kirchenleitung anstatt allen Menschen Beistand, Trost und Hoffnung zu geben, unkritisch die Seite der Macht eingenommen und damit viele Gläubige allein gelassen sowie vor den Kopf gestoßen hat – gerade in dieser besonders schweren Zeit. Vielleicht erinnern Sie sich noch?
Sollten Sie erneut Gesprächsbedarf haben, stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Herbert Kickl

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