Trotz jahrelanger Bemühungen offenbaren aktuelle AMS-Daten die Defizite bei der Arbeitsmarktintegration syrischer Asylwerber. Vor allem sprachliche Barrieren und Geschlechter-Unterschiede machen große Probleme.
Wien als Zentrum migrantischer Analphabeten
Noch immer verfügen drei von zehn Asylanten, die zwischen Juli 2022 und August 2024 nach Österreich gekommen sind, auch nach eineinhalb Jahren über keinerlei (!) Deutschkenntnisse. Dazu kommt: Rund die Hälfte kann die Sprache nur auf elementarem Niveau. In Wien, wo es naturgemäß die meisten Syrer hinzieht, fällt das Problem besonders stark ins Gewicht: Dort können 35 Prozent dieser Gruppe überhaupt kein Deutsch, das ist noch deutlich mehr als in Oberösterreich (26 Prozent) oder der Steiermark (18 Prozent).
Syrische Frauen besonders gebärfreudig
Wie berichtet, ist jeder dritte Asylant auch nach acht Jahren noch arbeitslos, besonders Syrer, Afghanen und Iraker sind diesbezüglich säumig, weil es sich in der sozialen Hängematte offensichtlich gut leben lässt. Auch bei den syrischen Frauen liegt die Beschäftigungsquote noch viel zu niedrig, nämlich bei rund 40 Prozent. Häufig beginnt ihr Integrationsprozess auch deshalb spät oder nie, weil sie nicht selten direkt nach der Ankunft erst einmal mehrere Kinder bekommen oder weil in den Familien Rollenbilder vorherrschen, die Erwerbstätigkeit von Frauen schlicht nicht vorsehen.