ÖVP-Klubchef August Wöginger muss vor Gericht, weil er bei der Postenvergabe im Finanzamt mutmaßlich für einen Parteifreund interveniert hat. Es gilt die Unschuldsvermutung.

7. August 2025 / 09:39 Uhr

ÖVP-Postenschacher? Klubchef August Wöginger wird der Prozess gemacht

Im Zuge der Aufarbeitung des Ibiza-Skandal waren Chats bekannt geworden, die ÖVP-Klubchef August Wöginger schwer belasten. Nun wird ihm – wie die Kronen Zeitung zuerst berichtete – der Prozess gemacht.

Für Parteifreund interveniert

Wöginger soll im Jahr 2017 für einen Parteifreund interveniert haben, damit dieser Vorstand im Finanzamt Braunau wird. In einer WhatsApp-Nachricht des damaligen Kabinettschef des Finanzministeriums, Thomas Schmid, an den nunmehrigen ÖVP-Klubobmann Wöginger war zu lesen:

Wir haben es geschafft (…). Der Bürgermeister schuldet dir was!

Anklage erfolgte im Mai

Wöginger fand das „echt super“. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) weniger – diese nahm daraufhin Ermittlungen gegen den ÖVP-Mann auf. Im Mai wurde Anklage gegen Wöginger und zwei weitere Mitglieder der Personalkommission erhoben.

Prozess am Landesgericht Linz

Weil die drei Personen, für die die Unschuldsvermutung gilt, laut Krone keinen Einspruch gegen die Klage erhoben haben, soll der Prozess am Landesgericht Linz fix sein. Termin gibt es allerdings noch keinen. Wöginger hatte stets seine Unschuld in dieser Causa beteuert.

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