Johannes “JJ” Pietsch hat den Eurovision Song Contest 2025 in Basel gewonnen und damit nach Österreich geholt – die FPÖ sieht in der Abhaltung des Contests aber ein Sicherheitsproblem.

3. August 2025 / 19:55 Uhr

Nicht nur finanzielle Herausforderung: Song Contest ist auch Sicherheits- und Imageproblem

Der Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger spricht sich gegen die Austragung des Eurovision Song Contest (ESC) 2026 in Österreich aus. Im APA-Interview forderte er die Regierung auf, auf die Durchführung der teuren Veranstaltung freiwillig zu verzichten. Neben Wien hatte sich auch Innsbruck für den ESC beworben.

Nicht nur Geld ist das Problem

Die Austragung der Großveranstaltung bringt allerhand Probleme mit sich: Der ORF, der für die Übertragung verantwortlich ist, kann sich den ESC aufgrund seiner klammen Kassenlage eigentlich gar nicht leisten. Aber bei der FPÖ sieht man noch ein ganz anderes Probleme.

Antisemitismus und Linksextremismus

Abwerzger warnte vor einer „konkreten Gefahr“, dass durch Veranstaltungen wie den ESC „anti-israelische Stimmung“, Antisemitismus sowie „linksextremistische Tendenzen“ gefördert würden. Die Folge sei ein massives Sicherheitsproblem. Besonders der mögliche Austragungsort Innsbruck sei betroffen. Es gebe bereits jetzt verstärkt Demonstrationen „bedenklicher Art“.

Schon bei Regenbogen-Parade sah man Hamas-Fahnen

Abwerzger nannte ein konkretes Beispiel: die zuletzt abgehaltene „Pride Parade“ in Innsbruck. Dort sei ein „letzter Block“ mit „Kommunisten und Hamas-Fahnen“ aufgetreten – das ist übrigens insofern bemerkenswert, als dass man bei der radikalislamischen Hamas wohl eher weniger Sympathien für sexuelle Minderheiten hat. Für Abwerzger ist es „offensichtlich“, dass bestimmte linke Kreise, die auch mit dem Song Contest in Verbindung stünden, ein „Antisemitismusproblem“ hätten.

Schon letzter ESC war problematisch

Auch bei den beiden letzten ESC-Veranstaltungen sei laut Abwerzger eine „starke anti-israelische Stimmung“ spürbar gewesen. Man habe sogar gefordert, israelische Künstlerinnen vom Wettbewerb auszuschließen. Beim heurigen ESC in Basel sei die Stimmung gegenüber der israelischen Vertreterin „aufgeheizt“ und „problematisch“ gewesen.

Bild von Tirol im Ausland in Gefahr

Abgesehen von der Sicherheitslage sieht Abwerzger noch ein ganz anderes Problem: das Image des Landes Tirol. Sollte Innsbruck den Zuschlag erhalten, könnten ausländische Medien Bilder von Demonstrationen in die Welt tragen. „Aus Tirol sollen Bilder wie etwa von der Streif-Abfahrt in Kitzbühel in die Welt hinaus gehen. Und nicht von Hamas-Demos in der Innsbrucker Innenstadt”, betonte der Chef der Tiroler Freiheitlichen. Die – weiterhin ungeklärten finanziellen Probleme – seien dabei zweitrangig, hier gehe es in erster Linie um die Sicherheit der Bevölkerung.

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