Ein Moslem hat am Universitätsklinikum Salzburg für Aufsehen gesorgt, nachdem er offiziell beanstandete, dass seine Ehefrau nicht ausschließlich von weiblichen Ärztinnen behandelt wurde.
Moslem fühlt sich diskriminiert
Der Mann wandte sich an die Salzburger Patientenanwaltschaft. In seiner Beschwerde spricht er von “Diskriminierung”, “Respektlosigkeit” und einem “Verstoß gegen die Menschenwürde”, da der Wunsch seiner Frau nach ausschließlich weiblichem Fachpersonal im Krankenhaus nicht erfüllt worden sei. Darüber hinaus fordert er auch noch eine schriftliche Entschuldigung sowie eine Bestätigung, dass seine Sonderwünsche rechtlich zulässig und künftig zu berücksichtigen seien.
Rechtslage ist eindeutig
Das Klinikums verwies auf geltende Rechtslage: In einer öffentlichen Krankenanstalt sei eine freie Arztwahl grundsätzlich nicht vorgesehen, da die medizinische Versorgung nach Dienstplan und Verfügbarkeit erfolge – unabhängig vom Geschlecht des Personals. Eine Ausnahme könne nur in begründeten medizinischen oder organisatorischen Fällen gemacht werden, nicht aber aus religiösem Wunsch allein. Auch habe der Moslem die Rechtsgrundlagen falsch interpretiert:
Keinesfalls rechtfertigen diese, dass Sie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgrund des Geschlechts diskriminieren dürfen!
Wer sich nicht integrieren will, soll nach Hause
Der niederösterreichische FPÖ-Landesrat Martin Antauer verurteilte den Vorfall:
Wenn Patientinnen oder Patienten die Behandlung durch Männer oder Frauen aus religiösen Gründen ablehnen, steht das in klarem Widerspruch zu Prinzipien wie Gleichstellung, Neutralität und vor allem: medizinischer Versorgungssicherheit.
Integration bedeute, unsere Regeln und Werte zu akzeptieren – insbesondere in Infrastrukturen wie Krankenhäusern, Kindergärten oder Schulen, meinte Antauer. Wer dauerhaft hier leben wolle, müsse sich an den Rahmen unserer Gesellschaft anpassen, nicht umgekehrt. Der freiheitliche Landesrat findet klare Worte: “Wem das nicht passt, der soll bitte das nächste Flugzeug in Richtung Heimatland nehmen”.