Alf Poier

Der Kabarettist, Sänger und Maler Alf Poier, der Österreich 2003 mit dem Titel „Weil der Mensch zählt“ beim Europäischen Song Contest (ESC) vertrat und Platz sechs erreichte, geht mit der Aussage des Bundespräsidenten hart ins Gericht.

27. Juli 2025 / 12:28 Uhr

„Unbequeme Wahrheiten aussprechen“ – Kabarettist Poiers Gedanken zur VdB-Rede

Bundespräsident Alexander Van der Bellen meinte in seiner Festrede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele, es gelte „unbequeme Wahrheiten auszusprechen“. Kabarettist Alf Poier sagte nun in einem Video, was passiert, wenn jemand die Wahrheit tatsächlich ausspricht.

Kunst hat in Demokratie auch politische Aufgabe

Poier freute sich über die Aussagen von Van der Bellen, dass die Kunst in der Demokratie ja auch eine politische Aufgabe habe, sichtbar zu machen, was bedroht sei. Da habe er sich gedacht:

Das ist schon einmal ganz gut, das gefällt mir.

Weiters habe der Bundespräsident gemeint, es gelte „unbequeme Wahrheiten auszusprechen“. Der Kabarettist wörtlich:

Ich habe mich so gefreut. Endlich versteht mich wer. Ich habe das ja schon des Öfteren gemacht, dass ich unbequeme Wahrheiten ausgesprochen habe – nur, wie es einem dabei geht, ist eine andere Sache.

Konsequenzen, wenn man Wahrheit sagt

Alf Poier zählte die Konsequenzen auf, wenn man als Künstler die Wahrheit sagt: Man werde aus Museen auskuratiert, man verliere Engagements. Aber wenn der Herr Bunespräsident ein paar unbequeme Wahrheiten von sich gebe, bekomme er sein Gehalt weiterbezahlt. Er, Poier, wolle nicht jammern, sei er doch monetär gut abgesichert. Er habe immer schon das gesagt, was er sich denken würde.

Privat reden die Leute komplett anders

Interessant sei, dass er immer wieder einflussreiche Leute, Künstler, Leute aus dem Fernsehen treffe – und diese würden privat oft komplett anderes reden, als auf der Bühne oder wenn sie ein Mikrofon unter der Nase haben.

Wenn man allerdings braver Staatskünstler sei, ein Opportunist und so weiter, dann hieße es immer: „Ein mutiger, ein mutiger Künstler“. Sie würden Förderungen kassieren und Dinge sagen, die sie oft gar nicht so denken würden. Aber sie bekämen Geld und lebten gut davon.

Monitäre Nachteile

Wenn man aber sage, was man sich denke, schaue es monetär nicht so gut aus. Poier wörtlich:

So schaut es aus mit den unbequemen Wahrheiten in Österreich. Aber vielleicht sagt der Herr Bundespräsident ja demnächst bald selbst ein paar unbequeme Wahrheiten. Ich würde mich freuen, das wäre doch was, wenn der Bundespräsident auch einmal ein paar Wahrheiten herauslässt. Der weiß sicher allerhand. Ob er es sagt, ist eine andere Frage. Ich bin gespannt.

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