Digitales Geld verspricht Unabhängigkeit, neue Anlagechancen und einen Hauch technologischer Pionierarbeit.

27. Juli 2025 / 10:16 Uhr

Sicher Kryptowährungen kaufen: Tipps für österreichische Anleger!

Digitales Geld verspricht Unabhängigkeit, neue Anlagechancen und einen Hauch technologischer Pionierarbeit. Doch wer sich auf diesen Pfad begibt und Kryptowährung kaufen will, steht schnell vor einer Reihe unangenehmer Fragen. Welche Plattform ist vertrauenswürdig? Wie schützt man seine Coins effektiv und was will eigentlich das Finanzamt von all dem wissen? 

Es braucht Orientierung in einem Bereich, der oft schneller wächst als das eigene Verständnis mitkommt. Ein klarer Kopf, ein wachsamer Blick und ein wenig Know-how sind die besten Begleiter auf dem Weg in den Krypto-Kosmos.

Worauf es bei der Plattformwahl wirklich ankommt

Nicht jede Börse, die glänzt, ist Gold wert. Besonders dann, wenn sich Versprechen häufen, die sich besser auf einem Jahrmarkt als in einem Finanzprodukt machen würden. Die Plattform, auf der digitale Währungen gekauft werden, entscheidet maßgeblich darüber, ob das Vorhaben stabil verläuft oder zur Bauchlandung wird und gerade im österreichischen Raum gibt es klare Hinweise darauf, worauf es sich zu achten lohnt.

An erster Stelle steht die Regulierung. Plattformen, die unter Aufsicht der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) oder einer vergleichbaren europäischen Behörde stehen, unterliegen strengen Vorgaben. Diese gesetzlichen Rahmenbedingungen bieten Schutz – auch dann, wenn etwas schiefgeht. Fehlen dagegen Impressum, Supportstruktur oder transparente Geschäftsbedingungen, schrillen die Alarmglocken besser gleich im Chor.

Bitpanda, mit Sitz in Wien, erfüllt genau jene Voraussetzungen. Als vollständig regulierter Anbieter verwahrt es Kundengelder getrennt vom Firmenkapital, nutzt sichere Authentifizierungsmechanismen wie 2FA und sichert größere Bestände in Offline-Systemen. Zudem erleichtern etablierte Zahlungswege wie SEPA-Überweisungen und Klarna-Einbindungen den Geldfluss, was ein Zeichen für Vertrauenswürdigkeit im Zusammenspiel mit dem bestehenden Bankensystem ist.

Wirklich überzeugende Anbieter zeichnen sich nicht nur durch Technik und Regulierung aus. Auch der Kundenservice, das Gebührenmodell und die Verständlichkeit der Oberfläche spielen eine Rolle, denn eine Plattform, die niemand versteht, schafft Unsicherheit und das ist im Kryptobereich so ziemlich das Letzte, was man braucht.

Der richtige Umgang mit Wallets – digitale Tresore mit Tücken

Nach dem Kauf stellt sich die Frage nach dem „Wohin?“. Im traditionellen Bankwesen regelt das ein Konto. In der Welt der Kryptowährungen übernimmt diese Rolle eine Wallet, eine Art digitaler Tresor, der den Zugang zu den erworbenen Coins sichert. Doch Wallet ist nicht gleich Wallet.

Ein sogenanntes Hot Wallet steht ständig mit dem Internet in Verbindung. Praktisch für alle, die regelmäßig handeln und schnellen Zugriff benötigen. Gleichzeitig erhöht diese ständige Erreichbarkeit das Risiko für unbefugte Zugriffe. Im Gegensatz dazu stehen Cold Wallets, also Speicherlösungen, die gänzlich offline funktionieren. Hier ist die Sicherheit deutlich höher, der Zugang jedoch weniger flexibel.

Zusätzliche Herausforderungen lauern in der Verwaltung. Der Private Key, gewissermaßen das Passwort zur Wallet, darf niemals in falsche Hände geraten oder verloren gehen, denn anders als bei Onlinekonten gibt es hier keine zentrale Instanz, die beim Zurücksetzen helfen könnte. Wer den Zugang verlegt, verliert den Inhalt und aus diesem Grund empfiehlt es sich, die sogenannte Seed Phrase, eine Abfolge von Wörtern zur Wiederherstellung, mehrfach zu sichern, idealerweise physisch, gut versteckt und fernab jeder Cloud.

Für noch mehr Sicherheit sorgen Multi-Signature-Wallets. Diese Systeme verlangen für jede Transaktion mehrere Freigaben. Besonders dort, wo Vermögenswerte gemeinschaftlich verwaltet werden, entsteht dadurch ein zusätzlicher Schutzschirm.

Steuern auf Bitcoin & Co – was der österreichische Fiskus verlangt!

Mit dem Mythos, Kryptowährungen seien steuerfrei, hat das österreichische Steuerrecht längst aufgeräumt. Seit Anfang 2022 greift die Kapitalertragsteuer in Höhe von 27,5 Prozent auch bei Gewinnen aus digitalen Währungen. Damit stehen Bitcoin, Ethereum und Konsorten rechtlich auf einer Stufe mit Aktien oder Fonds.

Entscheidend für die Steuerpflicht ist nicht nur der Verkauf gegen Euro, auch der Tausch zwischen zwei Kryptowährungen kann steuerlich relevant sein, sofern dabei ein Gewinn entsteht. Eine Ausnahme gibt es lediglich für sogenannte Altbestände, also Coins, die noch vor dem 28. Februar 2021 erworben wurden. Für diese gelten andere Regeln. Wer später eingestiegen ist, muss mit der Besteuerung rechnen, unabhängig davon, wie lange die Coins gehalten wurden.

Dokumentation wird dabei zum Pflichtprogramm. Zeitpunkte des Kaufs, der Verkaufskurs, Gebühren, Gewinne sollten sauber festgehalten werden. Der Aufwand kann mühsam sein, vor allem bei häufigem Handel. Hier helfen Tracking-Tools wie Blockpit, die Transaktionen automatisch erfassen und aufbereiten. Sie ermöglichen auch das Geltendmachen von Verlusten, sofern diese lückenlos belegt werden können, denn ja, auch in der Kryptowelt geht nicht jede Wette auf.

So lassen sich Phishing, Fake-Plattformen und andere Fallen erkennen

Kryptowährungen ziehen nicht nur Anleger an, sondern auch eine bunte Mischung digitaler Gauner, die ihre Tricks mit viel Fantasie und wenig Skrupel anwenden und das sind keine Einzelfälle mehr. Vom harmlos wirkenden Phishing-Mail bis zur professionell aufgezogenen Fake-Börse ist alles dabei.

Ein besonders beliebtes Mittel sind gefälschte E-Mails oder SMS, die angeblich von bekannten Plattformen stammen. Sie fordern zur „schnellen Verifizierung“ auf, verlinken auf täuschend echte Kopien der Originalseiten und hoffen darauf, dass Passwörter und Zugangsdaten arglos eingetippt werden. Wer an dieser Stelle unaufmerksam ist, verliert im schlimmsten Fall den kompletten Zugang zu seinem Vermögen.

Ein weiteres Dauerphänomen sind Prominente, die angeblich über Nacht durch Krypto-Investments reich geworden sind. Die Aussagen stammen dabei meist aus dem Photoshop-Labor und nicht aus echten Interviews. Besonders über soziale Medien werden solche Geschichten gerne gestreut, samt Link zur angeblichen Wundermethode, die „niemand kennt“.

Mehr Sicherheit im Alltag und was Anleger selbst tun können

Es ist erstaunlich, wie viele Einfallstore sich im Alltag auftun. Die meisten davon wirken harmlos, bis plötzlich etwas fehlt. Deshalb beginnt Sicherheit nicht erst bei der Plattform, sondern schon bei den Geräten, Passwörtern und Gewohnheiten. Zwei-Faktor-Authentifizierung ist mehr als nur eine Empfehlung, sie schützt den Zugang zur Wallet mit einem zusätzlichen Code, der über eine App wie Authy oder Google Authenticator generiert wird. SMS-Lösungen gelten inzwischen als angreifbar und sollten vermieden werden. Noch besser sind Geräte, die ausschließlich für den Handel genutzt werden, stets aktuell und frei von überflüssiger Software.

Passwörter verdienen mehr Aufmerksamkeit, als ihnen oft geschenkt wird. Eine Kombination aus Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen ist Standard. Noch besser sind Passwortmanager, die für jede Plattform einen eigenen Zugangscode erzeugen und sicher speichern, denn wer überall dasselbe Passwort verwendet, baut seine digitale Festung mit Pappkarton.

Auch das WLAN spielt eine Rolle. Offene Netzwerke, etwa in Cafés oder Hotels, sind für sensible Vorgänge ungeeignet. Wer unterwegs ist, schützt sich besser durch ein VPN oder wartet mit dem Login bis zur Rückkehr nach Hause. Die Verschlüsselung des Heimnetzwerks gehört ebenso zur Grundausstattung wie ein aktueller Router.

BEZAHLTE ANZEIGE

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal: