Bringen die Alt-Politiker wie der Kärntner Ex-Landeshauptmann Gerhard Dörfler und der ehemalige Staatssekretär Josef Ostermayer den Ortstafel-Konflikt im südlichsten Bundesland nun auch nach Wien?
Idee bei Glaserl Wein geschmiedet
Dies Frage stellt sich, seit die Kronen Zeitung über diese skurrile Idee, die die beiden Alt-Politiker angeblich geschmiedet haben, gestern, Samstag, berichtet hat. Was zuerst nach Füllen des medialen Sommerlochs anmutet, könnte tatsächlich Wirklichkeit werden. Die Krone zitierte Dörfler, der von einem Treffen mit Ostermayer (beide hatten vor 14 Jahren den Ortstafel-Streit in Kärnten beigelegt) erzählte:
Wir haben uns erst kürzlich wieder in Wien in der Skybar getroffen.
Bei einem Glaserl Wein sei die Idee entstanden, dass die Kärntner Straße zweisprachig werden solle: In Deutsch und Slowenisch. In Zukunft soll die Einkaufsstraße im Herzen Wiens also nicht mehr nur Kärntner Straße heißen, sondern auch Koroška ulica.
Brief an SPÖ-Bürgermeister Ludwig
Dörfler möchte dem Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig diesen Vorschlag unterbreiten und in Kürze einen Brief mit diesem Gesuchen schicken, denn:
Das wäre auch ein schönes Zeichen an viele Menschen unserer Volksgruppe, welche in Wien leben, arbeiten, studieren oder sich bei einem Besuch in der Bundeshauptstadt dann besonders angesprochen fühlen können.
Man kann gespannt sein, wie Ludwig darauf reagieren wird. Sagt er zu, könnte er die Büchse der Pandora öffnen und andere Volksgruppen in Wien auf die Idee bringen, Straßen mit einer Zusatztafel zu versehen. Als erstes würde da wohl die Favoritner Straße ins Visier geraten, die dann auch Türkiye Sokak heißen könnte.