Die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Wie aus dem neuen Migrationsbericht 2025 hervorgeht, lebten im Jahresdurchschnitt 2024 rund 2,51 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich. Das entspricht 27,8 Prozent der Gesamtbevölkerung – ein Anstieg um 38,4 Prozent seit 2015, als es noch 1,81 Millionen waren. Erfasst wurden sowohl Personen der ersten Generation (im Ausland geboren) als auch jene der zweiten Generation (in Österreich geboren, beide Elternteile im Ausland geboren).
Zusammenleben mit Migranten wird immer schwieriger
Diese Entwicklung sorgt zunehmend für Sorgen und Kritik in der einheimischen Bevölkerung. Laut aktueller Erhebung bewerteten im Jahr 2025 46,2 Prozent der in Österreich Geborenen das Zusammenleben mit Migranten als „eher schlecht“ oder „sehr schlecht“. Zum Vergleich: 2022 lag dieser Wert noch bei 25,1 Prozent. Nur 20,9 Prozent der Befragten aus dieser Gruppe empfanden das Zusammenleben als „eher gut“ oder „sehr gut“.
Ukrainer sehen Österreich weiter kritisch
Trotz der wachsenden gesellschaftlichen Spannungen zeigt sich bei manchen Einwanderern ein gewisses Zugehörigkeitsgefühl zu Österreich – eine Gruppe fällt dabei aber wieder besonders negativ auf. Laut Migrationsbericht gaben 75,7 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund und Migranten an, sich Österreich zugehörig zu fühlen. Besonders hoch war dieser Wert bei Syrern (83,6 Prozent), Bosniern (79,8 Prozent) und Somaliern (78,3 Prozent). Deutlich geringer fiel das Ergebnis allerdings bei Ukrainern aus: Nur 64,7 Prozent fühlten sich dem Aufnahmeland verbunden.
Gleichzeitig identifizierten sich 46,6 Prozent der Befragten auch noch mit ihrem Herkunftsland. Am wenigsten war dies bei Afghanen (37,2 Prozent) und russischen Staatsangehörigen (32,0 Prozent) der Fall.
Deutsch wird im Alltag wenig gesprochen
Ein Großteil der Migranten verwendet weiterhin überwiegend die Muttersprache im Alltag. So gaben 45,1 Prozent an, zu Hause überwiegend oder ausschließlich ihre Herkunftssprache zu sprechen. Nur 16,4 Prozent kommunizieren dort überwiegend oder ausschließlich auf Deutsch. In Gesprächen mit Freunden sprechen gerade einmal 30 Prozent ausschließlich Deutsch, während 48,7 Prozent Deutsch mit einer weiteren Sprache kombinieren.
227.200 neue Ausländer in nur fünf Jahren
Von den Anfang 2025 in Österreich lebenden Ausländern – insgesamt 1,85 Millionen – stammten 239.500 aus der Bundesrepublik, 155.700 aus Rumänien, 124.800 aus der Türkei und 122.500 aus Serbien. Seit 2020 kamen 76.300 Ukrainer ins Land, dazu 53.300 Syrer, 39.500 BRD-Deutsche, 32.300 Rumänen und 25.800 Kroaten.
Bevölkerungswachstum nur durch Migration
Prognosen zufolge (die Berechnung stammt laut Kronen Zeitung von einer Statistik-Austria-Expertin) wird Österreich im Jahr 2069 erstmals die Zehn-Millionen-Einwohner-Marke überschreiten – allerdings ausschließlich durch Migration, legal wie illegal. Ohne diese Einwanderung würde die Einwohnerzahl langfristig auf etwa 6,9 Millionen sinken, was dem Stand von 1950 entspräche.
Das “Statistische Jahrbuch Migration & Integration 2025” der Statistik Austria zeigt auf, wie sich die Zusammensetzung der Bevölkerung in Österreich und die Meinung der Einheimischen zum Zusammenleben mit den Fremden in den letzten Jahren verändert hat: