Er ist alles andere als einer, der Verschwörungstheorien verbreitet, sondern ein angesehener, preisgekrönter, in der linken Reichshälfte einzuordnender Journalist. Umso bemerkenswerter ist, wie Hans-Ulrich Jörges der Medien-Hysterie wegen der Hitze eingeheizt hat.
Einst Chefredakteur beim Stern, heute gern gesehener Gast in deutschen Talk-Shows wie etwa kürzlich in der Sendung „Meine Welt – meine Meinung am Morgen“ – und da machte er seinem Ärger über seine Kollegen so richtig Luft.
Millionen Deutsche fahren in die Hitze auf Urlaub
Die Hitze, meinte Jörges, als dieser von der Moderatorin zu den heißen Tagen angesprochen wurde, sei nicht nur Klima, sondern auch Wetter. Jedes Jahr würden Millionen Deutsche wegen des Wetters nach Spanien, Italien, Griechenland, Ägypten, Tunesien, Marokko fahren – und wenn es hier einmal heiß sei, dann breche eine große Hysterie aus, und das sei eine Medien-Hysterie unter der Headline: „Glutofen Deutschland“. Wörtlich sagte er:
Also ehrlich, Leute! Ich hatte das Gefühl, dass in allen Redaktionen die grünen Schläfer aufgewacht sind und den grell geschwingten Weltuntergang auf die Bühne geschoben haben. Denn ihrer Partei geht es ja nicht gut, die dümpeln bei zwölf Prozent rum, die waren schon mal doppelt so stark.
Schlimmer als die furzenden Kühe in Brasilien
Er, Jörges, habe in diesen Hysterie-Tagen im Radio gehört, aus der ARD-Wissenschaftsredaktion, dass die Männer 26 Prozent mehr CO2 erzeugen würden als die Frauen. Weil sie mehr rotes Fleisch essen und größere Autos fahren. „Ich fürchte einmal, wir sind noch schlimmer als die furzenden Kühe in Brasilien“, brachte der Journalist sein Staunen zum Ausdruck.
Hund aus Auto gerettet
Dann übte er Kritik am Spiegel, der die Hysterie mit folgendem Titel verschärft habe: „Menschen sterben, Wälder brennen, Strom fällt aus“. Dazu müsse er sagen, „hab´t ihr noch alle? Wo ist denn hier Strom ausgefallen, wo sterben Menschen? Das, was geboten wurde in diesen Tagen an wirklich echter Hardware des ganzen Problems, war ein Hund, der in Köln aus einem Auto gerettet wurde“.
Als Sommerparadies empfunden
Er habe die Temperaturen als ein Sommerparadies empfunden – „und ich glaube, vielen Menschen ist es ebenso ergangen. Straßencafés waren gefüllt, die Biergärten waren gefüllt, die Schwimmbäder waren gefüllt, die Kinder haben sich gefreut an dem Wetter“.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen