Bahnhof, Messer

Auch Polizeipräsident Gerhard Pürstl nennt nicht Ross und Reiter, wer denn die Messerstecher sind, die sich in den letzten Jahren in Österreich herumtummeln.

19. Juni 2025 / 12:08 Uhr

Keine Lösungsideen: Polizeipräsident für kaum wirksames “Messertrageverbot”

Das Regierungsprogramm von ÖVP, SPÖ und Neos sieht ein Verbot des Tragens „von bestimmten Arten von Messern“ vor. Und obwohl Experten und die FPÖ an der Sinnhaftigkeit eines solchen Verbots zweifeln, hat Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl keine andere Idee, als ebenfalls ein solches Messertrageverbot zu fordern.

Täglich Bedrohungen

Gegenüber dem ORF in “Wien heute” erklärte er, dass ihm bis heute niemand erklären könne, „warum jemand im öffentlichen Raum mit einem Messer herumlaufen muss“.

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Wenn man nach Favoriten schaut und schaut, dass wir etwa im letzten Jahr 175 gefährliche Gegenstände beschlagnahmt haben und 120 davon sind Messer, dann kann man sich ungefähr ein Bild machen.

Rosa Elefant im Raum

Geflissentlich ignoriert Pürstl, wer denn mit Messern herumläuft in der Stadt und zusticht. Denn in einigen Ländern haben Messerattacken eine lange Tradition und sind Teil einer Kultur der Gewalt – aber nicht in Österreich. Hier haben diese Gewalttaten erst in den letzten Jahren stark zugenommen – mit der Einwanderung aus den Milieus des Orients, Zentralasiens und Afrikas.

Starke Zunahme an Messerdelikten

Seit 2020 ist die Zahl der Anzeigen für Messerangriffe deutlich gestiegen. 2022 nahm die Zahl um 17 Prozent im Vergleich zum Jahr davor zu: 959 Gewaltverbrechen wurden in Wien angezeigt, bei denen eine Stichwaffe im Spiel war – von Messern bis hin zur Machete. Das heißt, dass es durchschnittlich fast dreimal täglich zu einem Zwischenfall mit einem Messer in Wien kommt.

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