Pergola, Wagramer Straße

Die gerade neu installierten Sitz-Möbel wurden von Arbeitern wieder ausgetauscht. Den Anrainern wurde gesagt, dass dem Architekten das dunkle Holz nicht gepasst hätte.

23. Mai 2025 / 13:06 Uhr

War Architekten Holz zu dunkel? Anrainer wundern sich über „Geldverschwendung“

Die Wagramer Straße in Wien-Donaustadt zwischen Donauzentrum und Steigenteschgasse wird neu gestaltet. Kaum installiert, wurden öffentliche Sitz-Möbel wieder ausgetauscht – zur großen Verwunderung der Anrainer.

Von wegen Sparen

„Dem Archtitekten war das Holz zu dunkel“, erzählte eine Geschäftsfrau, die ihr Lokal direkt an der Wagramer Straße hat. Deshalb seien die gerade gelieferten Sitz-Möbel für die Pergola, die für Beschattung dienen soll, wieder ausgetauscht worden. „Was für eine Geldverschwendung! Schön langsam glaube ich, die verarschen uns komplett, von wegen Sparen!“, machte die Anrainerin ihrem Ärger Luft. Dass das Holz für den Architekten zu dunkel ausgefallen sei, habe sie von den Arbeitern erfahren.

Qualitätsmangel beim Holz

Unzensuriert recherchierte nach und fand heraus: Die Sitz-Möbel waren angeblich nicht zu dunkel, sondern sie sollen Mängel aufgewiesen haben. Das sagte zumindest die für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Dame der Straßenverwaltung und Straßenbau im Magistrat der Stadt Wien. Wörtlich antwortete sie auf Nachfrage von unzensuriert:

Zu Ihrer Frage nach der Wagramer Straße kann ich Sie beruhigen: Bei den gelieferten Sitz-Möbeln lag ein Qualitätsmangel des Holzes vor. Aus diesem Grund wurden die betroffenen Möbel im Rahmen der Gewährleistung durch die Möbelfirma auf deren eigene Kosten ausgetauscht. Es entstehen damit keine Mehrkosten für die öffentliche Hand.

250 Meter langer Straßenpark

Weiters führte sie aus: Absolutes Highlight des Umgestaltungsprojekts in der Wagramer Straße sei ein mehr als 250 Meter langer Straßenpark zwischen Donauzentrum und Steigenteschgasse, der die Wagramer Straße mit 37 neuen Bäumen und zahlreichen Sitzgelegenheiten zu einem Freiraum mit urbanem “Park-Feeling” machen soll. Rasen- und Staudenflächen, gemütliche Platzerln zum Plaudern und die schattenspendenden Bäume hätten deshalb so viel Platz, weil in diesem Abschnitt der Gleiskörper entfernt wurde, der nach dem U-Bahnbau nicht mehr nötig war. Es würden Nebelstellen, Trinkhydranten und Wasserspiele installiert, um an Hitzetagen für Kühlung zu sorgen. Die “klimafitte” Umgestaltung werde im Sommer 2025 abgeschlossen sein.

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

31.

Aug

17:10 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief


Klicken um das Video zu laden.