Die Verlierer-Ampel kommt bei den Österreichern überhaupt nicht gut an. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die FPÖ-Chef Herbert Kickl als Oppositionsführer so stark wie noch nie präsentiert.
38 Prozent wünschen sich Kickl als Kanzler
In der „Umfrage der Woche“, die die Lazarsfeld-Gesellschaft für Oe24 jeden Donnerstag durchführt, sagten nur 15 Prozent der Befragten, dass sie sich Christian Stocker von der ÖVP als Kanzler vorstellen können, 16 Prozent waren für Andreas Babler (SPÖ), 14 Prozent für Beate Meinl-Reisinger (Neos), aber: Wären am Sonntag Wahlen, würden 38 Prozent der Befragten Herbert Kickl (FPÖ) ihre Stimme für die Kanzlerschaft geben. So stark konnte sich noch nie ein Oppositionsführer präsentieren.

Neutralität und EU-Kritik als Alleinstellungsmerkmal
Kickl spielt derzeit vor allem in die Hände, dass er bei der allgemeinen Kriegstreiberei der EU und der Dreier-Koalition nicht mitmacht. Mit seinem unerschütterlichen Bekenntnis zur Neutralität konnte sich der FPÖ-Chef nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal schaffen, sondern punktete in dieser Frage auch mit Glaubwürdigkeit. Alle anderen Parteichefs hinterließen in den vergangenen Tagen eher den Eindruck, dass sie ihre Meinung, je nachdem, was aus Brüssel kommt, ändern.
Auch FPÖ klar Nummer eins
FPÖ-Chef Kickl liegt in der Kanzlerfrage sogar vor seiner Partei, die laut Hochrechnung mit 33 Prozent zwar fünf Prozentpunkte hinter ihrem Chef, aber immer noch klar vor allen anderen Parteien in Führung ist. Die ÖVP käme, wären am Sonntag Wahlen, auf 22 Prozent, die SPÖ auf 21, die Neos auf zwölf, die Grünen auf acht Prozent.
Im Anhang finden Sie das Video zur Oe24-Sendung „Isabelle Daniel: Die Umfrage der Woche“:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen