Dass Leser der Kronen Zeitung mit der Blattlinie schon lange nicht mehr einverstanden sind und dem Kleinformat den Rücken kehren (unzensuriert berichtete) hört man immer wieder. Nun nimmt aber auch ein Krone-Autor Auszeit, weil ihm die Blattlinie nicht passt.
Blattlinie in falsche Richtung entwickelt
Der Kommentator in der KroneBunt, Klaus Woltron, gab am 7. März auf Facebook bekannt, dass er seine Tätigkeit nicht mehr fortsetzen werde. Unter dem Titel „In eigener Sache“ nannte er auch den Grund dafür: Ab März habe sich die KroneBunt stilistisch und thematisch in eine Richtung entwickelt, „welche meinen Ansprüchen an ein Medium, in welchem ich Kommentare veröffentlichte, nicht entsprachen“. Er habe die Entwicklung der Blattlinie unter der interimistischen Leitung von Frau Frank (Euke Frank, Gattin von Dr. Armin Wolf, ORF) abgewartet und nun „höflich“ um eine Auszeit in der Redaktion gebeten.
Kontinent wird in verderbliche Entwicklung geführt
Warum Woltron die Motivation zum Schreiben verloren hat, begründete er so: Europa sei von einem Eisberg von Lügen, verstärkt durch eine dicke Schneeschicht von Dummheit, bedeckt. Diese blockiere eine weise, vorausschauende Politik und führe den Kontinent in eine verderbliche Richtung.
Bevölkerung hat richtiges Gefühl
Das richtige Gefühl der Bevölkerung für diesen Trend zeige sich in den vielen Leserbriefen, die in einem schrecklichen Gegensatz zur offiziellen Berichterstattung stünden. Dieser Riss gehe durch die gesamte Republik, quer durch alle Parteien. Wörtlich sagte Woltron:
Es war mir eine Ehre, ein klein wenig an diesem Eisberg herumzubohren und einiges ans Tageslicht zu fördern, was den Mächtigen im Hintergrund und deren nützlichen Idioten an allen möglichen Schreibtischen, Mikrophonen und Kameras sicher nicht gefallen hat. Genützt aber hat es überhaupt nichts. Das trug auch wesentlich zu meinem Entschluss bei.
Wahrheit ist nicht erwünscht
In zahllosen Kommentaren auf der Facebook-Seite Woltrons bedauerten viele das Ausscheiden aus der KroneBunt. Franz W. zum Beispiel schrieb:
Dass Herr Woltron mit seinen Artikeln aneckt, war zu erwarten. Denn Nennung der Wahrheit ist von den gekauften System-Medienredaktionen und von der ReGIERung nicht gewünscht.