Die Einkaufsstraßen prägen Ortskerne und Städte und sind das wirtschaftliche Rückgrat im stationären Einzelhandel.
Leerstand nimmt zu
Doch seit immer mehr Österreicher im Internet ihre Waren kaufen, die Belastungen für die Händler steigen und die Österreicher immer weniger Geld ausgeben können, gehen die Handelsflächen zurück. Vor allem in kleineren Geschäftsstraßen, aber auch die berühmte Mariahilfer Straße in Wien hat in den vergangenen Jahren sechs Prozent an Verkaufsfläche verloren.
Doch in den Einkaufsstraßen der Landeshauptstädte gibt es noch verhältnismäßig wenig Leerstand. In großen Innenstädten liegt er bei rund 5,5 Prozent. 2023 waren es 4,9 Prozent.
Abwärtsspirale
Schlimmer sieht es in den Kleinstädten aus: In Hartberg, Knittelfeld oder Bruck an der Mur stehen mehr als 20 Prozent der Geschäfte leer. Seit 2014 schrumpfte der Einzelhandelsanteil von 72,8 Prozent auf 65,5 Prozent. All das schafft Tristesse, das Gefühl von Verfall und Niedergang und letztlich Angsträume.
Einkaufen bleibt Hauptbesuchsgrund
Strategien gegen den Leerstand setzen auf multifunktionale Stadtentwicklung. Laut IFH-Studie bleibt der Handel mit 61 Prozent der Hauptbesuchsgrund, gefolgt von Gastronomie (40 Prozent) und Sehenswürdigkeiten (20 Prozent).
Der Handelsverband fordert von der Regierung gegen den Verfall die Senkung der Lohnnebenkosten, die Abschaffung der Mietvertragsgebühr, strengere Kontrollen von Paketimporten aus Fernost und Entbürokratisierung.