Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig hat in einem Interview mit der Kronen Zeitung Selbstanklage betrieben und ist nicht davor zurückgeschreckt, eine Idee von FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp als seine zu verkaufen.
“Hauptstadtbonus” für Polizisten
Wie berichtet, hatte Nepp am Donnerstag bei den „Donaustädter Sommergesprächen“ dafür plädiert, Polizisten eine Gefahrenzulage auszuzahlen, damit sie in Wien ihren Dienst versehen. Nur einen Tag später geht Ludwig mit diesem Vorschlag hausieren, als wäre er seiner. Der Wiener Bürgermeister machte aus der „Gefahrenzulage“ von Nepp einen „Hauptstadtbonus“ für Exekutivbeamte, „wenn sie bereit sind, hier Dienst zu versehen“.
Beamte “flüchten” in Bundesländer
Abgesehen vom Abkupfern der FPÖ-Idee machte Ludwig mit dieser Aussage gleichzeitig eine Selbstanklage. Denn damit zeichnete auch er ein dramatisches Bild, was die Sicherheit betrifft. In der angeblich lebenswertesten Stadt der Welt wollen Polizisten nicht mehr arbeiten, weil sie zu einer der gefährlichsten Österreichs geworden ist. Da 600 Beamte allein im Vorjahr in die Bundesländer „flüchteten“, fehlen in Wien 1.600 Polizisten.
Messerattacken gehören zum Alltag
Wie dramatisch die Sicherheitslage in Wien bereits ist, brachte Dominik Nepp am Donnerstag auf den Punkt: Sogar die Polizei sage schon, dass Frauen in Wien nicht mehr alleine auf die Straße gehen sollen. Messerattacken gehörten in Wien zum täglichen Alltag, über Terroranschläge lese man jede Woche, als würden sie bei uns normal sein. Wien, so Nepp, sei keine sichere Stadt mehr. Das habe unter anderem die Absage der Taylor-Swift-Konzerte gezeigt. Es wäre bezeichnend, dass diese Konzerte zwar nicht in Wien, aber in der angeblich viel gefährlicheren Stadt Mexiko City durchgeführt werden konnten.
Hohe Sozialleistungen laden nach Wien ein
Verantwortlich dafür ist die SPÖ, die mit ihrer ungezügelten Einwanderung Wien in eine Stadt verwandelte, die nicht nur Polizisten vertreibt, sondern auch die Bürger. Wer es sich leisten kann, zieht auf’s Land. Dass Bürgermeister Ludwig aus Fehlern nicht lernt, zeigen die nun aufgedeckten Fälle der hohen Mindestsicherung an Migranten, die in Syrien, Afghanistan oder in afrikanischen Ländern wie ein Magnet wirken und die Menschen geradezu nach Wien einladen.
Nepp reagierte auf Ludwig-Kopie
In einer Aussendung reagierte FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp auf das Nachplappern des SPÖ-Bürgermeisters. Wörtlich meinte er:
Spät aber doch kopiert jetzt SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig meine Forderung nach einem Bonus für Polizisten, die in Wien ihren Dienst versehen. Tatsache ist, dass der Einsatz in der Bundeshauptstadt aufgrund der Masseneinwanderungspolitik von Ludwig und den damit verbundenen Messerattacken, Morden, Vergewaltigungen, Bandenkriegen deutlich gefährlicher ist und auch viel mehr Überstunden geleistet werden müssen. Ich verlange daher von Ludwig, nicht nur freiheitliche Forderungen an sich selbst zu stellen, sondern diesen Bonus für die Polizistinnen und Polizisten sofort umzusetzen.
Nepp verlangte zudem, dass Sozialleistungen – wie die Mindestsicherung – nur noch an österreichische Staatsbürger ausgezahlt werden sollen. In Wien würden von Bürgermeister Ludwig Asylantenfamilien bessergestellt als Familien, bei denen beide Elternteile arbeiten gehen. Das sei unfair und müsse sofort geändert werden. Diese Fairness könne und werde es aber nur mit der FPÖ geben.