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Reinhold Lopatka

ÖVP-EU-Spitzenkandidat Reinhold Lopatka schloss sich in der ORF-“Pressestunde” der rüden Wortwahl seiner Parteikollegen Hanger und Stocker an.

13. Mai 2024 / 10:25 Uhr

Schmutzkübel ohne Ende: ÖVP kehrt zu „Führerpartei“-Beschimpfung zurück

Nach etlichen Fehlversuchen, FPÖ-Chef Herbert Kickl Malversationen nachzuweisen, kehrt die ÖVP in ihrer Schmutzkübel-Kampagne gegen die FPÖ in alte Muster zurück. Sie packt die Nazi-Keule aus.

Wortwörtlich bezeichnete der Spitzenkandidat der ÖVP für die Europawahl, Reinhold Lopatka, gestern, Sonntag, in der ORF-„Pressestunde“ die Freiheitlichen als „Führerpartei“. Er halte es für unmöglich, mit dieser Führerpartei mittlerweile zusammenzuarbeiten.

Was war die ÖVP unter Sebastian Kurz?

Diese Aussage eines langjährigen, allerdings auch farblosen ÖVP-Politikers kommt ausgerechnet und aus mehreren Gründen überraschend und kann nur damit erklärt werden, dass sich die ÖVP mit unlauteren Mitteln wie ein Ertrinkender, der wild um sich schlägt, vor Wahlschlappen retten möchte.

Wenn Lopatka die FPÖ als „Führerpartei“ bezeichnet, muss man sich fragen, was dann die ÖVP unter ihrem Kanzler Sebastian Kurz gewesen ist, dem man alle Entscheidungsbefugnisse übergeben und die innerparteiliche Demokratie von heute auf morgen quasi außer Kraft gesetzt hatte.

ÖVP mit Kickl als Innenminister

Wenn Lopatka die FPÖ unter Herbert Kickl als „Führerpartei“ bezeichnet, muss man sich fragen, warum die ÖVP seinerzeit mit Kickl als Innenminister so gut zusammenarbeiten konnte, dass die Regierung 65 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung erreichen konnte. Ein Wert, von dem Schwarz-Grün heute nur noch träumen kann.

Wenn Lopatka die FPÖ als „Führerpartei“ bezeichnet, muss man sich fragen, warum die ÖVP so viele gute Ideen der Freiheitlichen einfach kopiert.

Ablenkung von katastrophalen Fehlentwicklungen

„Diese ÖVP ist fertig“, kommentierte nach dem Auftritt Lopatkas im ORF der FPÖ-Spitzenkandidat der EU-Wahl, Harald Vilimsky, die Aussagen seines Mitbewerbers. In einer Aussendung meinte Vilimsky, Lopatka habe einen „verzweifelten Rundumschlag“ gemacht und er habe versucht, die Bürger für dumm zu verkaufen, indem er die katastrophalen Fehlentwicklungen schöngeredet hätte.

Der unbedarfte Wähler wird sich zudem fragen, was denn so schlimm daran sein soll, wenn eine Partei von einem dafür geeigneten Mann geführt wird. Wer sollte das denn sonst tun? Vielleicht ein planwirtschaftlich agierendes Politbüro?

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