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In Chicago im US-Bundesstaat Illinois schützen sich Polizisten mit Dienstwaffen. Nicht unbegründet, wie sich jetzt wieder zeigt.

USA

11. April 2024 / 18:09 Uhr

Wie “Der Standard“ einen neuen “Black Lives Matter”-Fall konstruieren will

Schon im Vorspann des gestern, Mittwoch, am Abend erschienen Artikels „Fast 100 Schüsse gegen Schwarzen bei US-Verkehrskontrolle“ wird klar, dass hier Emotionen zugunsten eines Schussopfers erzeugt werden sollen:

Die Familie des 26-Jährigen fordert Aufklärung. Der Mann hatte in Chicago zunächst selbst einen Schuss abgefeuert, Grund für die Kontrolle war ein nichtangelegter Gurt.

Bebildert ist der Beitrag mit trauernden Verwandten des Opfers.

Lenker wird von Polizei erschossen…

Die meisten Leser werden den Eindruck gewinnen, dass am 21. März in Chicago in den USA – nach dem Fall von George Floyd – wieder rassistische Polizeigewalt ein Menschenleben gefordert hat. Ein unschuldiger schwarzer Kfz-Lenker wird von Polizisten angehalten, weil er nicht angeschnallt ist – und von mehreren Beamten brutal erschossen.

…nach Angriff auf die Polizisten

Erst im zweiten Absatz des Beitrags erfährt man, dass der Mann „zuerst selbst einen Schuss abgefeuert und einen Polizisten am Unterarm“ getroffen hatte. Als wäre das das Normalste auf der Welt.

Auch die Hinweise, dass die Beamten in Zivil unterwegs gewesen seien und den Fahrer praktisch in Panik versetzt hatten, weisen in die Richtung, dass hier eine „Story“ erzählt werden sollte, in der, wie immer, böse Rassisten, mutmaßlich Weiße, die Schuldigen sind. Die Bodycam-Aufzeichnungen der Beamten zeigen jedoch, dass sie aus einem Wagen mit Blaulicht ausgestiegen waren, Polizei-Marken und, wenn auch keine Uniform, so doch Westen mit deutlich sichtbarer Polizei-Aufschrift getragen hatten – nicht unüblich in den USA.

Schwarzer Polizist hat Schwarzen erschossen

Bürgermeister Brandon Johnson erklärte, dass er über den Verlust eines weiteren Schwarzen sprechen müsste, wenn die Kugel diesen nur ein paar Zentimeter aus einer anderen Richtung getroffen hätte – und meinte damit den Polizisten, der den Schwarzen erschossen hatte. Dessen Hautfarbe erwähnt Der Standard nämlich vorsichtshalber nicht. Der Fall wird jetzt untersucht.

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