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Der gläubige Fußballer Antonio Rüdiger erhob für ein Instagram-Foto seinen rechten Zeigefinger. Doch als wie “harmlos” ist diese moslemische Geste heutzutage zu verstehen?

27. März 2024 / 10:45 Uhr

Deutscher Nationalspieler verklagt Journalisten wegen Kritik an islamistischer Geste

Düster dreinblickend kniet ein bärtiger Mann auf seinem Gebetsteppich und streckt drohend den rechten Zeigefinger in die Höhe. Es ist Antonio Rüdiger, seines Zeichens schwarzer Profifußballer und Spieler der deutschen Nationalmannschaft, der auf Instagram ebensolches Foto von sich gepostet hat. Er zeigte anlässlich des Beginns des Ramadan die „Tauhid“-Finger-Geste, die bei vielen Menschen im Westen Assoziationen hervorruft, die mit Angst, Schrecken und Tod zu tun haben.

Zeichen islamistischer Mörderbanden

Der „Tauhid“-Finger ist in unseren Breiten nämlich besser als „Salafisten-Finger“ oder „IS-Finger“ bekannt. Eine Geste, die von den grausamsten religiösen Fanatikern dieser Erde als Zeichen ihrer mörderischen Herrschaft und ihrer Taten im Namen Allahs vereinnahmt wurde. Ein Gedanke, der auch dem Journalisten Julian Reichelt durch den Kopf schoss, als er das Foto sah und mit einem Posting auf X einen gehörigen Wirbel auslöste. Vor dem Fußball-Länderspiel Frankreich gegen Deutschland am 23. März schrieb er:

Islamismus heute Abend in der deutschen Start-Elf. Das ist die Ideologie, die alles mit Regenbogen-Farben vom Dach wirft und Frauen steinigt. Antonio Rüdiger sollte uns mehr besorgen als ein Nike-Trikot.

Weiter schrieb er:

Wenn ein 16-jähriges Mädchen eine Helly-Hansen-Jacke trägt, dann kommt die Polizei wegen geheimer Codes. Aber wenn ein erwachsener Nationalspieler den islamistischen Gruß von ISIS zeigt, schweigen die Medien und Twitter plärrt, das habe doch mit Islamismus gar nichts zu tun.

Wortmeldungen, die Reichelt eine Klage des Fußballers und des deutschen Fußballbundes einbrachte. Bei der Anzeige geht es um Beleidigung beziehungsweise Verleumdung, verhetzende Beleidigung und Volksverhetzung.

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Posting von Islamisten “geliked”

Als überzeugter Gläubiger sei Rüdiger ein friedliebender Mensch, der jede Art der Gewalt ablehne, zitiert die Bild Zeitung die Anwälte des Fußballers. Die Geste als „Islamisten-Gruß“ zu werten, sei „falsch, verkürzt und bewusst polarisierend“. Es handele sich um die „Tauhid“-Geste, die sinngemäß bedeutet: „Es gibt keinen Gott außer Allah“.

Die Ablehnung von Gewalt dürfte allerdings nicht immer so ganz der Fall gewesen sein. Wie Reichelt recherchierte, hatte Rüdiger 2020 einen Instagram-Beitrag des Islamisten Khabib Nurmagomedov “geliked”, der voller Hass gegen Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron war, weil dieser angeblich den Islam beleidigt haben sollte. Das Gesicht Macrons „zierte“ ein Schuhabdruck. Er hetzte gegen Macron, weil dieser nach der Enthauptung eines französischen Lehrers durch einen Islamisten geschworen hatte, die Werte des Westens gegen den Islamismus zu verteidigen, so Reichelt.

Als Rüdigers Sympathiebekundung in der Öffentlichkeit Wellen schlug, entschuldigte er sich für sein „Like“ und distanzierte sich. Er wollte nicht verstanden haben, worum es in dem Posting ging. Laut Reichelt soll der friedliebende Fußballer aber weiterhin ein Anhänger des Islamisten sein. So soll er noch vor einem Monat auf Instagram dessen Mekka-Reise „geliked“ haben. Wie der Journalist weiter berichtet, soll Khabib wiederum ein enger Freund des brutalen tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow sein. Aber bekanntlich hat das alles mit nichts zu tun. Schon gar nicht mit einer Geste, die zum Symbol eines islamistischen Herrschaftsanspruchs wurde.

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