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Russischer Botschafter Liubinskii

Der russische Botschafter in Österreich, Dmitrii E. Liubinskii, nimmt gegenüber unzensuriert Stellung zum Terroranschlag in Moskau.

26. März 2024 / 16:00 Uhr

Russischer Botschafter: „Wien hat zum barbarischen Terroranschlag eine besonders heuchlerische Position bezogen!“

Unzensuriert hat aus aktuellem Anlass den Botschafter der Russischen Föderation in Österreich, Dmitrii E. Liubinskii und den ukrainischen Botschafter Vasyl Khymynets ersucht, zum Terroranschlag in Moskau Stellung zu nehmen. Ersterer hat geantwortet, Zweiterem wurde nach vorheriger telefonischer Absprache ein Anfrage geschickt, die jedoch bis dato unbeantwortet blieb.

Stellungnahme von Dimitrii E. Liubinskii

Der Terrorismus kennt weder Grenzen noch Nationalitäten. Desto verwunderlicher ist für mich die Reaktion der österreichischen Führung auf den barbarischen Terroranschlag in der Crocus City Hall bei Moskau. Es ist merkwürdig, dass die hiesigen Medien sich darüber überhaupt nicht interessieren. Also zur Klarstellung.

Die allererste Reaktion erfolgte durch das österreichische Außenministerium auf der Plattform „X“ am späten Abend des 22. März. Den fast identischen Tweet von Van der Bellen sah die Welt am nächsten Morgen, von Nehammer erst am Nachmittag. Sie alle seien „schockiert“ von den Bildern aus Moskau, ihre Gedanken seien mit den Opfern und deren Angehörigen, bei dem Bundespräsidenten aber auch mit dem russischen Volk. Das ist natürlich sehr wertvoll. Aber es fehlte wohl das wichtigste – nicht nur selbst die Erwähnung des Wortes „Terrorakt“ oder des Begriffes „Terrorismus“ allgemein, sondern auch keine Verurteilung dieses schrecklichen Verbrechens in jeglicher Form. Und es bleibt bis zum heutigen Tag dabei. Obwohl es vom UN-Sicherheitsrat und übrigens auch von der Mehrheit uns feindlich gesinnter Länder bereits vorbehaltslos gemacht wurde.

Besonders heuchlerische Position bezogen

Wien hat da eine ganz besondere heuchlerische Position bezogen, die für mich schwer verständlich und unerklärbar erscheint. Ein hoher österreichischer Politiker versucht uns jetzt sogar darüber hinaus der Instrumentalisierung der Tragödie zu beschuldigen. Gerade das Gegenteil ist ein Faktum.

Wir haben Wien mehrmals dazu aufgerufen von der Idee der Allerlaubtheit Kiews loszulassen. Auch weil gutbekannt ist, dass in den blutigen Reihen der ukrainischen Streitkräfte massenweise Extremisten aller Art kämpfen, auch aus muslimischen und westlichen Ländern.

Entgegen dem, was im Westen behauptet wird, beschuldigen wir niemandem beweislos. Nur die Ermittlungen werden Antworten auf alle Fragen geben. Die Schuldigen und alle ihre Kuratoren werden gewiss zur Rechenschaft gezogen. Daran darf kein Zweifel bestehen.

Bereits schon jetzt gibt es einige berechtigte Fragen. Das Gesamtbild sieht wie folgt aus.

Experten schrieben barbarische Aktion der IS zu

Die heimischen Experten versuchten von den ersten Minuten an die barbarische Aktion der IS zuzuschreiben. Washington hat ohne jegliche Ermittlungsdaten abzuwarten noch am Abend des Terrorangriffes begonnen zu behaupten, sie wüssten Bescheid, dass nicht die Ukraine dahinter steckte.

Die zombifizierten Bastarde, die aus Maschinengewehren unschuldige Menschen – Frauen und Kinder – erschossen und sich für religiöse Fanatiker auszugeben versuchten, kassierten für ihre Schandtaten Geld. Außerdem wurde das Verbrechen während des Ramadans verübt, es wurden keine Forderungen gestellt. Die Täter waren auch nicht etwa bereit eines qualvollen Todes zu sterben und flohen feigartig vom Ort des blutigen Massakers, möglicherweise entgegen den Plänen ihrer Auftraggeber. Und aus irgendeinem Grund fuhren sie schnurstracks ausgerechnet gerade in die Richtung der Zone von Kampfhandlungen in der Ukraine, also wo sie erwartet waren, und nahe der Grenze, zu welcher sie auch gestellt wurden. Und es stellt sich wie immer die Frage Cui bono? Wer sind die Auftraggeber? Alle Antworten werden etwas später sicherlich kommen. Und es wird keine Indulgenzen geben.

Zu guter Letzt ist aber noch zu unterstreichen, dass sich bei uns in Summe mehr als genug Fragen bezüglich der Position der offiziellen österreichischen Stellen angesammelt haben.

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