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Die linke Vorgängerregierung beschloss, dass ab Juli nur noch ältere Neuseeländer rauchen dürfen. (Symbolbild)

10. März 2024 / 08:08 Uhr

Weg mit der Verbotspolitik: Neue Regierung kippt Rauchverbot für künftige Generationen

Im Oktober 2023 hatten die Neuseeländer nach sechs Jahren genug von linker Politik und wählten einen politischen Richtungswechsel. Seit November regiert eine konservative Regierung.

Tabakpreise an Weltspitze

Diese hat sich zur Aufgabe gesetzt, zahlreiche Entscheidungen der Vorgängerregierung von Jacinda Ardern, dem Medien-Liebling von der Arbeitspartei (Labour-Party), zu korrigieren. Vollkommen auf Erziehungslinie verfolgte die Regierung das Ziel, dass bis 2025 weniger als fünf Prozent der Neuseeländer rauchen. Aktuell sind es etwa acht Prozent, Tendenz sinkend.

Neuseeland führt schon seit vielen Jahrzehnten einen Kampf gegen das Rauchen. Bereits in den 1990er Jahren wurde das Rauchen in Innenräumen von Arbeitsstätten verboten, 2004 dann in Lokalen. 2010 wurden die Steuern auf Zigaretten um 165 Prozent angehoben, womit die Tabakpreise heute zu den höchsten der Welt gehören. Eine Schachtel Zigaretten kostet umgerechnet rund 23 Euro.

Verbot nach Alter

Doch das war Ardern nicht genug. Um binnen drei Jahren fast jeden dritten Raucher vom Tabak abzubringen, waren noch schärfere Maßnahmen notwendig. Denn solche Ziele lassen sich in so kurzer Zeit nur mit Zwang erreichen, womit Linke grundsätzlich weniger Probleme haben. Also sollte ab Juli 2024 der künftigen Generationen das Rauchen verboten werden. An sie hätte lebenslang kein Tabak mehr verkauft werden dürfen.

Doch daraus wird nichts mehr. Die neue Regierung hat das drakonische Anti-Tabak-Gesetz der linken Vorgängerregierung gekippt. Es dürfen also auch jene Neuseeländer frei entscheiden, ob sie eine Zigarette rauchen oder nicht, die ab 2009 geboren wurden.

Gegen Zwangsmaßnahmen

Die Regierung kippte auch die Senkung des Nikotingehalts in Zigaretten sowie die Verringerung der Tabak-Verkaufsstellen, verfolgt aber das Ziel, Neuseeland rauchfrei zu machen, weiter. Allerdings nicht mit dem linken „prohibitionistischen“ Ansatz.

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