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Nachdem Alfred Gusenbauer (SPÖ) als Bundeskanzler gescheitert war, hatte er als „Freund“ von René Benko ein fürstliches Einkommen.

22. Feber 2024 / 16:34 Uhr

Gusenbauer scheidet bei Benkos Signa aus – in einem heiklen Moment

Das Signa-Imperium zerfällt – und mit ihm die Glaubwürdigkeit der SPÖ.

Nur FPÖ gemieden

Denn René Benko, der Investor ohne Schulabschluss oder Startkapital, hatte für seine hochspekulativen Immobilienprojekte Seilschaften in fast allen politische Parteien unterhalten. Der Meister im Netzwerken pflegte beste Kontakte zu Sebastian Kurz von der ÖVP. Hans Peter Haselsteiner, Neos-Finanzierer, war Teilgesellschafter der Signa-Holding. Zu den Gläubigern zählt auch das Unternehmen des bundesdeutschen Ex-Politikers Joschka Fischer von den Grünen und Alfred Gusenbauer, früher SPÖ-Bundeskanzler. Er sprach von Freundschaft – und saß im Beirat der Signa-Holding.

Heute ist der Sozialdemokrat millionenfacher Gläubiger des Ex-Immobilien-Zaren Benko. Nur die FPÖ hatte der Milliardär aus Tirol immer gemieden.

Versorgungsposten für gescheiterten Bundeskanzler

Doch jetzt ist Gusenbauer der Tanz auf dem Vulkan zu heiß geworden. Er kündigte heute, Donnerstag, seinen Rückzug aus der Signa Prime Selection AG wie auch aus der Signa Development Selection AG an. Bei beiden Gesellschaften war er Vorsitzender des obersten Aufsichtsgremiums. Er werde nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen, teilte der Ex-SPÖ-Vorsitzende mit.

„Versorgen der Günstlinge“

Die Rücktrittsankündigung kommt für die SPÖ in einem ungünstigen Moment. Denn erst gestern wurde bekannt, dass die Ex-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner hochdotierte Direktorin der EU-Gesundheitsbehörde ECDC wird.

Beide Karrieren zeigen: Bei der SPÖ fällt man weich, wenn man als Parteisoldat seine Pflicht getan hat. „Das Versorgen der eigenen Günstlinge ist ihr offensichtlich wichtiger als die Arbeit für die hunderttausenden armutsgeplagten Menschen in unserem Land. Auf der einen Seite wollen sie die Menschen mit ihren Vermögenssteuer-Phantasien schröpfen und enteignen – auf der anderen Seite versorgen sie ihre Funktionäre mit Spitzen-Jobs,“ kritisiert FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz:

Die Genossen schauen in erster Linie auf sich selbst. Unter dem neuen Vorsitzenden Andreas Babler ist die SPÖ in kürzester Zeit wieder zur Privilegien- und Systempartei geworden, wo man für die Menschen gar nichts mehr macht, sondern nur auf sich selbst und seine ‚Freunderln‘ schaut.

Das mache Babler nicht nur unglaubwürdig, sondern zeige auch den roten Faden in dieser Partei.

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