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Der 49-jährige Tischlermeister Uwe Thrum musste sich bei der Landratswahl nur einer Übermacht aller anderen Parteien geschlagen geben.

29. Jänner 2024 / 09:20 Uhr

Landratswahl Saale-Orla: CDU-Mann setzt sich knapp gegen Uwe Thrum durch

Bei der Landratswahl im Saale-Orla-Kreis konnte der AfD-Kandidat Uwe Thrum gestern, Sonntag, sein Ergebnis des ersten Wahlganges zwar steigern, musste sich aber dem CDU-Mann Christian Herrgott knapp geschlagen geben.

Einer gegen alle

Einmal mehr konnte sich das Machtkartell nur unter Bündelung aller Kräfte knapp gegen den Kandidaten der Opposition durchsetzen. 52,4 zu 47,6 Prozent lautete das Endergebnis eines spannenden Wahlabends zugunsten des Kandidaten der Kartell-Teilorganisation CDU. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,6 Prozent.

Den ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte Uwe Thrum noch mit 45,7 Prozent der Stimmen klar für sich entschieden. Sein Widersacher Christian Herrgott war auf lediglich 33,3 Prozent gekommen. Trotz der beispiellosen bundesweiten Hetzkampagne gegen die AfD konnte Thrum gestern somit noch um 1,9 Prozentpunkte zulegen. AfD-Landeschef Björn Höcke gratulierte Thrum zu seinem großartigen Wahlkampf. Es habe die gegnerischen Kräfte des ganzen Landes gebraucht, um in der Stichwahl das Blatt noch einmal zu wenden.

Triumphgeheul bei Kartellparteien

In den Reihen von SPD, Grünen und der Linken brach ob des Ergebnisses Jubelstimmung aus. Verräterisch bezeichnete SPD-Landeschef und noch-Innenminister Georg Maier den Ausgang der Stichwahl als „ganz wichtiger Erfolg“. Es ist also egal, welcher Vertreter des Kartells gewinnt, weil es ist ein Sieg des Kollektivs. Auch Vertreter der Grünen und der Linken konnten in Kommentaren ihre Freude über das Wahlergebnis nicht verbergen.

Wahlsieger Herrgott bezeichnete die Wahlentscheidung als „einen guten Start für Thüringen in das Wahljahr 2024“. Ein Armutszeugnis: Denn das Ergebnis zeigt vor allem, dass die CDU nur mit Unterstützung von Sozialisten und Kommunisten die AfD knapp schlagen konnte. Daran konnte auch eine Wochenlange Hetz- und Diffamierungskampagne nichts ändern.

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